29.08.2019 - 10:58 Uhr
KemnathOberpfalz

Arrestzelle und Rettunsgwagen

Keine Angst vor der Polizei hatten die 19 Buben und Mädchen, die zum Kindersicherheitstag in die Polizeiinspektion Kemnath gekommen waren.

Die Jugendrotkreuzhelfer zeigten den Kindern, wie sie einen Verletzten in die stabile Seitenlage bringen können.
von Josef ZaglmannProfil

Keine Angst vor der Polizei hatten die 19 Buben und Mädchen, die zum Kindersicherheitstag in die Polizeiinspektion Kemnath gekommen waren. Gerne opferten sie einen halben Ferientag, um die Arbeit von Polizisten und Sanitätern näher kennen zu lernen. Polizeihauptmeister Carsten Landgraf und Polizeihauptkommissar Thorsten Fiebiger begrüßten die Kinder in der Polizeiinspektion. Im Trauungszimmer der Stad Kemnath zeigten sie ihnen die Ausrüstungsgegenstände, die ein Polizist bei seinen Einsätzen dabei hat. Das meiste Interesse erweckten dabei die schusssichere Weste, die neue Dienstpistole SFR 9, der Dienstausweis, die Handschellen, das Pfefferspray und die Schussweste mit dem Funkgerät. „Die Notrufnummern 110 oder 112 können jederzeit kostenfrei gewählt werden“, schärften die beiden Polizeibeamten den Kindern ein. Beim Rundgang durch die Dienststelle zeigten sie ihnen den Eingangsbereich mit der Sicherheitsschleuse, das Vernehmungszimmer und die Wache. Im Erkennungsdienstraum erklärten sie ihnen, wie Fingerabdrücke abgenommen werden. Sehr beeindruckt waren die Buben und Mädchen von der Arrestzelle, die aus Sicherheitsgründen dreimal versperrt werden kann. Auch erster Polizeihauptkommissar Bernhard Gleißner schaute kurz vorbei. „Was ist in dem großen Streifenwagen, der im Hof steht?“, wollten einige wissen. Geduldig beantworteten die Polizisten die Fragen. Zur Stärkung hatten sie Erfrischungsgetränke und Süßigkeiten bereitgestellt.

Um 12 Uhr wurden die Kinder von Rotkreuzhelfern abgeholt, die sie auf dem Weg zum Rotkreuzheim begleiteten. Dort ließen sie sich zum Mittagessen Wiener schmecken. Annika Arnold führte die Buben und Mädchen durch die Rettungswache. Andreas Reichl begleitete sie zu einem Rettungswagen, wo er ihnen die Trage, Sauerstofflaschen, Infusionsmasken, Spritzen, einen Schutzanzug und andere medizinische Geräte im Fahrzeug erklärte. Die vier Jugendrotkreuzhelfer Celine Müller, Michelle Wuttke, Jakob Hösl und Annika Leibl besprachen mit ihnen, wie man einen Notruf richtig absetzt. „Die stabile Seitenlage ist eine sehr wichtige Maßnahme bei der Ersten Hilfe“, betonten sie. Sie legten einigen „Verletzten“ Verbände an und demonstrierten, wie man mit einem Rettungsring Verletzte tragen kann. Auch Kristine Konz kümmerte sich um die kleinen Gäste. Als die Eltern um 14 Uhr ihre Kinder abholten, hatten sie viel über die Kemnather Polizeiinspektion und die BRK-Rettungswache im Rotkreuzheim erfahren.

„Die Übernachtung in unserer Arrestzelle ist nicht kostenlos“, erklärten Polizeihauptkommissar Thorsten Filbinger (links) und Polizeihauptmeister Carsten Landgraf (rechts) den Kindern beim Rundgang durch die Dienststelle.
Polizeihauptkommissar Thorsten Filbinger zeigte den Kindern, wie bei der Polizei Fingerabdrücke genommen werden.
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