29.12.2019 - 14:58 Uhr
KemnathOberpfalz

Bald ist in Kemnath auch das Naschen fair

Kemnath erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der "Fairtrade-Towns"-Kampagne. Damit trägt die Stadt für weitere zwei Jahre - bis Februar 2022 - den Titel "Fairtrade-Stadt".

Seit 2016 ist Kemnath "Fairtrade-Stadt" - und wird es Dank der Rezertifizierung auch die nächsten beiden Jahre bleiben: Die Mitglieder der Steuerungsgruppe freuten sich darüber.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Das bestätigt ein Zertifikat von Trans-Fair, über das sich die Mitglieder der Kemnather Fairtrade-Steuerungsgruppe in ihrer jüngsten Zusammenkunft im Kemnather Rathaus freuen konnten.

Im Februar 2016 bekam die Kommune die Auszeichnung erstmalig verliehen und war zu diesem Zeitpunkt die erste "Fairtrade-Stadt" in der nördlichen Oberpfalz. Rezertifiziert wurde die Kommune 2018. Seitdem baute sie ihr Engagement für den fairen Handel weiter aus. Bürgermeister Werner Nickl freute sich beim Treffen über die Verlängerung des Titels: "Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis dafür, dass wir den fairen Handel in unserer Stadt nachhaltig verankern. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen." Er sei stolz, dass Kemnath dem internationalen Netzwerk der "Fairtrade-Towns" angehört. Die Sprecher der Steuerungsgruppe, Alfred Kick und Heidrun Schelzke-Deubzer, betonten, sich weiter mit viel Elan dafür einzusetzen, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.

Wie vielfältig das Engagement in der "Fairtrade-Stadt" Kemnath ist, bewies ein Jahresrückblick. Im Frühjahr hielt der Bürgermeister einen Vortrag über die "Fairtrade-Stadt" Kemnath beim 8. Kongress "Zukunftsfähige Führung mit christlichen Werten" im Kloster Speinshart. Weitere wichtige Aktionen unter dem Motto des Fairtrade-Gedanken waren unter anderem das Anbringen von Ortstafeln "Fairtrade-Stadt Kemnath", der faire Getränkeverkauf beim Kreisjugend- und Familientag sowie die "Faire Woche" mit vielen Beteiligten und vielen Angeboten - beginnend bei der Pfarrei und dem Verkauf von fairen Waren nach Gottesdiensten über die Bestückung der Vitrine in der Sparkasse und des Turmdurchgangs mit fairen Waren bis hin zur Filmvorführung "The true cost" mit einer Referentin der Fairen Metropolregion Nürnberg. Weitere Höhepunkte waren die "Kleidertauschparty" im Gesellenhaus, die Teilnahme am 1. Fairtrade-Gipfel der Metropolregion Nürnberg sowie das 1. "Fairtrade-Town"-Treffen für Oberfranken-Ost in Kemnath.

Neu gibt es einen "Fairen Stadtkaffee" sowie eine "Faire Stadtschokolade", die zwar aktuell "nur" als Geschenke des Bürgermeisters "unters Volk" gebracht werden, 2020 ist auch der Verkauf über Kemnather Geschäfte geplant. Für die Jahresplanung 2020 wird sich die Fairtrade-Steuerungsgruppe am 14. Januar um 17 Uhr wieder im Rathaus treffen. Kemnath ist eine von über 650 "Fairtrade-Towns" in Deutschland. Weitere Infos www.fairtrade-towns.de

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