Der anvisierte Neubau eines Kinderhauses mit zwei Kindergarten- und zwei Kinderkrippengruppen an der Berndorfer Straße in Kemnath schreitet voran: Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung das bereits mehrfach diskutierte Projekt offiziell beschlossen, ein entsprechender Förderantrag soll bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht werden.
Im Unterschied zu den bisherigen Planungen, die ebenfalls schon im Stadtrat vorgestellt worden waren, seien nach Gesprächen bei der Regierung der Oberpfalz die Flächengrößen des Gebäudes reduziert worden, wie Bürgermeister Werner Nickl und Architekt Günter Lenk berichteten. Auch ein Aufzug sei nun neu in die Planungen aufgenommen worden, um Barrierefreiheit zu garantieren.
Die vorliegende Kostenberechnung in Höhe von knapp drei Millionen Euro überzeugte allerdings nicht alle Stadträte. Christian Baumann (FW), Ely Eibisch (FWG), Hans Prieschenk (CLU), Josef Krauß (CSU) und Jutta Deiml (SPD) monierten beispielsweise, dass es auch in dieser Sitzung nur eine Schätzung für einen Bau in Massivbauweise (Ziegel) gebe. Gerne würde man auch Zahlen sehen für Alternativen wie Holzständerbauweise und Massivholzbauweise. Insgesamt machte die Diskussion im Gremium deutlich, dass eine definitive Festlegung auf die Massivbauweise mit Ziegel noch nicht wünschenswert sei, so lange der Architekt keinerlei Vergleichszahlen vorgelegt habe. Letztlich stimmte das Gremium aber – bei Gegenstimme von Jutta Deiml – für die bisher vorliegenden Zahlen und Pläne.
Stefan Prechtl (CSU) fragte an, wie es um die Wasserqualität und –menge in Kemnath angesichts des trockenen Sommers stehe. Bürgermeister Nickl erklärte, dass es keinerlei Nöte beim Wasser gebe. Das gelte auch für die Wasserqualität, die aktuellen Werte sollen zeitnah auf der Homepage der Stadt veröffentlicht werden. Jutta Deiml (SPD) wollte wissen, wie es mit dem privaten Wohnbauprojekt an der Berndorfer Straße weitergehe. Bürgermeister Nickl führte aus, dass man weiter auf die Planungen des Investors warte, die eigentlich schon angekündigt gewesen seien.
Behindertenbeauftragter Willi Prieschenk gab einen kurzen statistischen Überblick über aktuelle Zahlen: Demnach leben in Kemnath 956 Personen mit einem Behinderungsgrad (17,4 Prozent der Stadtbevölkerung), davon gelten 629 mit einem Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent als schwerbehindert. Im Landkreis Tirschenreuth gibt es 13209 Menschen mit einem Behinderungsgrad. Prieschenk erinnerte daran, dass ab September in Bayern erstmals das Landespflegegeld in Höhe von 1000 Euro gezahlt werde. Voraussetzung für die Beantragung sei, dass man den Pflegegrad 2 erreicht habe












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