15.10.2019 - 12:22 Uhr
KemnathOberpfalz

Biologische Vielfalt forcieren

In Kemnath werde seit Jahren auf Nachhaltigkeit und auf biologische Vielfalt bei der Betreuung öffentlicher Flächen geachtet. Dies betonte Bürgermeister Werner Nickl vor Bauhofarbeitern aus den 16 Mitgliedskommunen der Steinwald-Allianz.

Harald Schlöger (links) zeigte den Bauhofmitarbeitern, was sie beim Gehölz- und Baumschnitt beachten müssen.
von Josef ZaglmannProfil

In Kemnath werde schon seit Jahren auf Nachhaltigkeit und auf die biologische Vielfalt bei der Betreuung öffentlicher Flächen geachtet. Dies betonte Bürgermeister Werner Nickl vor Bauhofarbeitern aus den 16 Mitgliedskommunen der Steinwald-Allianz.

Diese habe vor vier Jahren bei der Überarbeitung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts die Förderung der biologischen Vielfalt als Ziel aufgenommen, berichtete Kreisfachberater Harald Schlöger. In der Öko-Modellregion Steinwald sei das Projekt mit einer dreiteiligen Weiterbildung für die kommunalen Bauhöfe eingeleitet worden. "Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, unseren Nachkommen eine möglichst intakte Umwelt zu hinterlassen." Jeder könne seinen Teil dazu beitragen.

In Kemnath leiteten er und Stadtgärtner Florian Frank den dritten Teil dieser Weiterbildung. "Wichtige Lebensräume in der Gemeinde", lautete das Thema. Beim ersten Teil "Geordnete Wildnis im örtlichen Umfeld" waren im Mai die Parkanlage Sibyllenbad und der Lebensraum Brache in Krummennaab besichtigt worden, beim zweiten Termin ("Gärtnern in der Kommune") im Juli in Waldershof wurden die Balkenmähermahd präsentiert und ein Artenspaziergang unternommen.

Am Parkplatz an der Mehrzweckhalle gaben die beiden Experten Tipps zur Pflege von Einzelbäumen. An einer Hainbuche und einer Linde erklärten sie die optimale Schnittführung, damit diese eine richtige Spitze ausbilden können. In der Badstraße zeigten Mitarbeiter des Maschinenrings die Pflege bei älteren Bäumen (Ausasten, Kronenpflege und -sicherung). "Bei der Strauch- und Heckenpflege darf es keinen Friseurschnitt geben", warnte Schlöger beim Stellplatz für die Wohnmobile. Es müsse nicht immer alles perfekt aussehen.

Ein wichtiges Thema war auch das Pflanzen von Klimabäumen, die mit der Trockenheit in den heißen Sommern gut zurechtkommen. Nach dem Rundgang konnten sich die Teilnehmer in der Hütte des Obst- und Gartenbauvereins aufwärmen. Ihre Aufgabe ist es jetzt, die Anregungen in ihrer Gemeinde umzusetzen.

Harald Schlöger (links) zeigte den Bauhofmitarbeitern, was sie beim Gehölz- und Baumschnitt beachten müssen.
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