09.09.2018 - 14:45 Uhr
KemnathOberpfalz

Es bleibt die Erinnerung

Viele Trauergäste, unter ihnen politische Weggefährten, begleiten MdL a.D. Bruno Ponnath auf seinem letzten Weg. Der letzte Landrat des Landkreises Kemnath war am vergangenen Sonntag im Alter von 87 Jahren in Traunstein gestorben.

Im Familiengrab auf dem Kemnather Friedhof wurde Bruno Ponnath zur letzten Ruhe gebettet.
von Josef ZaglmannProfil

"Uns bleibt die Erinnerung an ein langes, von Glaube und Liebe geprägtes Leben", sagte Stadtpfarrer Konrad Amschl beim Trauergottesdienst in der Stadtpfarrkirche in Kemnath. Jahrelang war Bruno Ponnath Vorsitzender und Mitglied des Pfarrgemeinderats und kirchlicher Vereine. "Für die Unterstützung unserer Pfarrgemeinde sagen wir ihm ein dankbares Vergelt's Gott", betonte der Geistliche. "Lass all das Gute, das er gewirkt hat, auch weiterhin ein Segen für andere sein", lautete eine der fünf Fürbitten vor der Gabenbereitung.

Als Politiker mit langem Atem und Mann des Ausgleichs bezeichnete Bürgermeister Werner Nickl Bruno Ponnath. "Für seine Heimatstadt Kemnath hat er viel geleistet", berichtete er, "er hat an maßgeblicher Stelle Entscheidungen getroffen, die aus heutiger Sicht ein Segen für unsere Entwicklung waren." Dass Stadt und Region heute so gut dastehen, sei auch seinem Wirken in den verschiedenen politischen Ämtern zu verdanken. "Die Zusammenführung des Landkreises Kemnath in den Großlandkreis Tirschenreuth und die Gemeindegebietsreform waren Herkulesaufgaben, die er gemeistert hat", betonte der Bürgermeister.

Im CSU-Ortsverband, dem er 70 Jahre lang angehörte, hat er in verschiedenen Funktionen Verantwortung übernommen. "Es war ein rastloses und arbeitsreiches Leben für die Allgemeinheit, die Bürger und die Familie", schloss Nickl.

"Der Landkreis Tirschenreuth trauert um einen Menschen, der sich über Jahrzehnte hinweg im öffentlichen Leben, in der Kommunal- und Landespolitik engagiert hat", sagte Landrat Wolfgang Lippert. Ponnaths Leben war die Kommunal- und die Landespolitik. Ihm sei es zu verdanken, dass der ehemalige Landkreis nicht zerstückelt wurde und nahezu vollständig in den heutigen Landkreis Tirschenreuth integriert werden konnte. Mit viel Geschick, Weitblick und politischem Gespür habe er im Bayerischen Landtag die Interessen der nördlichen Oberpfalz vertreten. "Als Mitglied im sozialpolitischen Ausschuss und im Landesgesundheitsrat hat er für den Erhalt der Krankenhäuser gekämpft und im Grenzlandausschuss die regionale Wirtschaftsentwicklung entscheiden mitgeprägt", betonte Lippert. Seine Verdienste wurden mit hohen Auszeichnungen des Staates und des Landkreises gewürdigt.

MdL Tobias Reiß würdigte als CSU-Kreisvorsitzender die Verdienste des nun Verstorbenen: "Bruno Ponnath war bereits in jungen Jahren ein politischer Mensch. Er hat mit 19 Jahren den JU-Kreisverband Kemnath gegründet und war schon mit 25 Jahren Kreisrat." Er war ein Christsozialer, der anderen Mut zu demokratischem Engagement gemacht hat. Toni Dutz, CSU-Fraktionsvorsitzender im Kreisrat, verlieh Ponnath das Prädikat "Architekt und Baumeister des Großlandkreises Tirschenreuth". Er lobte seinen Einsatzwillen, seine unerschütterliche Standfestigkeit und sein strategisches Geschick. Persönlich dankte er ihm für seine jahrelange tiefe Freundschaft.

Dem letzten Willen des Verstorbenen entsprechend gaben die Trauerredner eine Spende für die Renovierung der Kemnather Friedhofskirche.

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