Kemnath
07.04.2019 - 15:22 Uhr

Borkenkäferflut, sinkende Holzpreise und Waldumbau

Großteils von extremen Waldschäden verschont geblieben sind die in der Forstbetriebsgemeinschaft zusammengeschlossenen Waldbesitzer, nicht aber von sinkenden Holzpreisen

Josef Hösl Bild: ak
Josef Hösl

Der Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft Kemnath e.V. (FBG) Josef Hösl hieß am Donnerstagabend über 50 Mitglieder im Kormann-Saal zur Jahreshauptversammlung willkommen. Sein besonderer Gruß galt Forstdirektor Dirk Lüder, Markus Üblmesser als Vertreter des Bauernverbandes, Stadtförster Klaus Färber und die Vertreter der benachbarten Waldbesitzergemeinschaften Tirschenreuth, Neustadt/Waldnaab, Waldsassen und Hochfranken. Nach seinem Vereinsbericht war das Jahr 2018 geprägt von Schadensereignissen, die den Holzmarkt stark negativ beeinflussten. Die FBG hat aktuell 554 Hektar mit 3393 Hektar Waldfläche. 2018 fanden drei Vorstandschaftssitzungen statt. Die Mitglieder wurden mit je drei Rundschreiben und Newsletter über Aktuelles informiert. Die Geschäftsstelle ist mit einer 0,5-Stelle bei vier Anstellungsverhältnissen in Teilzeit besetzt.

Im Januar besuchte er die Jahresversammlung des Bayerischen Waldbesitzerverbandes mit Festakt zum 100-jährigen Bestehen in Regensburg. Er war bei der Versammlung der Forstlichen Vereinigung Oberpfalz zum Thema „Fichtenkonzept“ in Wasserburg und der Informationsfahrt der FBG-Vorsitzenden nach Österreich dabei. Die FBG beteiligte sich zusammen mit dem Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten (AELF) mit einem Infostand am Kemnather Bauernmarkt. Im Juli informierte man sich bei einer Infoveranstaltung der FBG Eschenbach zur Waldbewirtschaftung im Naturschutzgebiet Obersee und Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Die Fachmesse Interforst wurde besucht, wo der Waldpakt unterzeichnet wurde. Im Oktober kürte man die Edelkastanie als Baum des Jahres, besuchte den Waldbesitzertag für Frauen bei der FBG Hochfranken sowie eine Waldbesichtigung im Stadtwald Augsburg bei Fuchsmühl. Ende Oktober fanden fünf Gebietsversammlungen statt. Im November informierte die Forstliche Vereinigung über die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln im Wald mit Sachkundenachweis. Zum Jahresende für bedankte sich die FBG beim ausgeschiedenen Bereichsleiter Johannes Weber in einem persönlichen Gespräch für die respektvolle Zusammenarbeit während seiner Amtszeit. Abschließend dankte Hösl der Vorstandschaft und Geschäftsführung sowie allen Mitgliedern für die reibungslose Zusammenarbeit. Der von Christa Dötsch vorgetragene Kassenbericht schloss mit einem deutlichen Plus und guten Rücklagen. Die beiden Kassenprüfer Peter Scherm und Richard Schinner bestätigten eine beanstandungsfreie Kassenführung und führten die einstimmige Entlastung herbei. Geschäftsführer Walter Ehlich berichtete, dass die in der letzten Jahreshauptversammlung beschlossene FBG-Satzung durch das Staatsministerium überprüft und in einigen Punkten ergänzt werden muss. Die Überwachung der Erfüllung der satzungsgemäßen FBG-Aufgaben obliegt jetzt den Kassenprüfern als Organ. Die Satzungsergänzungen wurden einstimmig angenommen. Es folgte der Geschäftsbericht des Geschäftsführers Walter Ehlich und der neue Bereichsleiter Forsten am AELF Forstdirektor Dirk Lüder als Nachfolger von Johann Weber stellte sich und seine Zielvorstellungen vor.

Bild: FBG-Vorsitzender Josef Hösl

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.