29.06.2020 - 15:25 Uhr
KemnathOberpfalz

Als Christen weite Kreise ziehen

"Ins Wasser fällt ein Stein" war das Thema des Familienwortgottesdienstes am Kemnather Eisweiher. Mehrere Familien hatten eine Picknickdecke sowie eine Kerze in einem Glas mitgebracht. Die Kinder selbst benötigten noch Steine.

Stadtpfarrer Thomas Kraus (links) und Gemeindereferent Jochen Gößl feierten mit den Familien einen Wortgottesdienst auf dem Eisweihergelände.
von Josef ZaglmannProfil
Die Kinder warfen Steine in den Eisweiher und beobachteten genau die Kreise im Wasser.
Stadtpfarrer Thomas Kraus (links) und Gemeindereferent Jochen Gößl feierten mit den Familien einen Wortgottesdienst auf dem Eisweihergelände.

"Wir wollen gemeinsam singen, springen, lachen und beten", forderte sie Stadtpfarrer Thomas Kraus auf. Gleich zu Beginn erinnerte Gemeindereferent Jochen Gößl die Eltern und ihre Kinder an wichtige Regeln in der Corona-Pandemie: "Bleibt als Familie auf eurer Picknickdecke. Dort könnt ihr euren Mundschutz abnehmen."

"Was bedeutet der kleine Stein mit einer blauen Umrandung auf unserer Kindergottesdienstkerze?" fragte er. Dann erinnerte er daran, dass die beiden Apostel Petrus und Paulus am Montag Namenstag feiern. Sie seien ganz wichtig gewesen, als die Kirche entstanden sei. "Was denkt ihr denn, wer ich bin", habe Jesus seine Freunde gefragt. Petrus habe geantwortet: "Du bist wirklich der Sohn Gottes." Daraufhin habe Jesus zu Petrus gesagt: "Du bist Petrus, der Fels, und auf den werde ich meine Kirche bauen. Keiner kann meine Kirche kaputt machen. Nicht einmal der Tod wird sie zerstören können."

Petrus und Paulus waren die Ersten, die losgezogen sind, um von Jesus zu erzählen. Überall berichteten sie wie Jesus war, was er getan hat, dass er die Menschen liebt und dass Gott auch jeden Menschen liebt. Überall haben sie Menschen begeistert und zu Freunden Jesu gemacht. Diese Menschen haben auch wieder von Jesus erzählt und so verbreitete sich die Frohe Botschaft immer weiter.

"Habt ihr schon einmal einen Stein ins Wasser geworfen?", fragte Gößl. Ein Stein sorge dafür, dass viele Kreise entstehen, die immer größer werden. Das sollten die Kinder ausprobieren und selbst erleben. Alle setzten ihre Masken auf, nahmen ihre Steine mit und kamen nach vorne an den Eisweiher. Auf ein Zeichen warfen alle gemeinsam die Steine ins Wasser und sahen zu, wie sie immer größere Kreise zogen. Dazu sangen alle das Lied "Ins Wasser fällt ein Stein". "Wenn ihr zurück zu eurer Decke geht, dann denkt nach, was jeder von uns tun kann, damit wir auch Kreise ziehen", forderte Gößl die Mädchen und Buben auf. Diese schrieben ihre Ideen auf einen Stein. Den legten sie nach jeder Fürbitte zum Modell der Kirche vor dem Altar.

Nach dem gemeinsamen Vater-unser-Gebet stellte sich jede Familie im Kreis auf. Die Familienmitglieder gaben sich die Hand und schauten einander an. "Der Herr nehme dich an die Hand, er führe, begleite und halte dich fest", betete der Geistliche, als er allen seinen Segen erteilte.

Zum Schluss stimmten alle ein in das Lied "Gottes Liebe ist so wunderbar", das Thomas Völkl auf dem E-Piano begleitete. Kurze Zeit später öffnete der Himmel seine Schleusen und ein Regenschauer prasselte auf das Eisweihergelände nieder.

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