Kemnath
29.03.2026 - 15:30 Uhr

"D'Bavaresi" in Kemnath: Außergewöhnliche Geschichten und Klänge

Was passiert musikalisch, wenn Fredl Fesl auf Peter Schilling trifft? Das lässt sich nicht beschreiben, sondern muss akustisch erlebt werden – D'Bavaresi machen es möglich.

Damals, in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, hat sich Außergewöhnliches in London ereignet. So will es zumindest Mathias Kellner dem Publikum glauben machen: Konstantin Wecker hat dort, in der Royal Albert Hall, gemeinsam mit den Musikgrößen unter anderem von The Who sowie Eric Clapton die „Ur-Version“ seines Erfolgs „So a saudumma Dog“ aufgenommen. Diese Geschichte und noch ganz viel mehr servierte die Formation „D‘Bavaresi“ am Freitagabend im Foyer der Kemnather Mehrzweckhalle.

Das Trio sind drei herausragende Köpfe (und Stimmen) bayerischer Mundart-Musik – neben Mathias Kellner noch Sebastian Horn und Otto Schellinger. Mit viel Humor und unbändiger Liebe zur Musik machten sie sich auf einen vielschichtigen Weg: Lieder von bayerischen Künstlern neu, frisch und schräg zu interpretieren, bekannte englische Songs ins Bayerische zu übertragen und neue Melodien zu kreieren.

Fiereck, Fesl, Kinski

So erfreuten sich die Zuhörer an einer neuen Version von Wolfgang Fierecks „Resi“, dem die drei Künstler „ein Stück Tiefgang“ gaben und sogar mir Rap-Elementen verzierten. Der Dire-Straits-Klassiker „Money for nothing“ wird zur flehenden Bitte „I wui in d’Abendschau!“ umgedichtet und Fredl Fesls Betrachtung über das Pferd mit den drei Beinen kommt in einer NDW-Version feat. Peter Schilling und mit einem Vorwort von Klaus Kinski daher.

So viel Blödelei, Spaß und Klamauk es war, die da über zwei Stunden lang präsentiert wurden, so viel handwerklich musikalische Professionalität war dabei auch im Spiel: Ob an Gitarre, Bass oder Schlagzeug – das Trio harmonierte prächtig an den Instrumenten und gesanglich durfte sich auch jeder in Szene setzen. Davon waren auch die Zuhörer offensichtlich begeistert und quittierten sämtliche Darbietungen mit viel Applaus und herzhaftem Lachen. Da war es dann auch für die Künstler nicht schwierig, das Publikum bereits beim zweiten Lied des Abends zum Mitsingen zu animieren.

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