Das sagte der Rathauschef beim Festakt im Foyer der Mehrzweckhalle, den der Lehrerchor aus Nepomuk (Tschdechien) musikalisch gestaltete. Dieser gehörte mit zu den Delegationen aller drei Kemnather "Partner". Es seien offizielle und auch persönliche Verbindungen, ja auch Freundschaften, entstanden, erklärte Werner Nickl. "Wir lernten unsere Länder kennen, die Menschen, die Schönheiten der Landschaften, der Städte, die Besonderheiten unserer Städte." Der allseitige Wille, in Frieden und Freiheit zusammenzuleben, den anderen zu respektieren und ihn zu schätzen komme in diesen Partnerschaften deutlich zum Ausdruck.
Die Partnerschaft mit dem 709th Military Police Battalion sei 2010 begründet worden, erinnerte Nickl. Vorausgegangen sei eine Initiative von amerikanischer Seite, sich Partnerstädte im Umkreis des Truppenübungsplatzes zu suchen. "Dem kamen wir gerne nach, da in Kemnath seit Jahren viele Amerikaner leben", meinte der Bürgermeister. Die Partnerschaft lebe immer wieder neu, mitbegründet auch durch den regelmäßigen Wechsel der Kommandeure alle zwei Jahre. "Jeder der Kommandeure hatte bisher größtes Interesse an unserer Partnerschaft", betonte der Redner. Man besuche sich gegenseitig und nehme an verschiedenen Veranstaltungen teil - vom Kommandowechsel über Thanksgiving und Independence Day bis hin zu Maibaumaufstellen, Wiesenfesteröffnung und Candlelight-Shopping.
Der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit Nepomuk 2008 gingen seit 2005 mehrere Treffen voraus. Eingefädelt hatten dies das Ingenieurbüro Wolf und Stefan Prechtl. Auf tschechischer Seite war es vor allem der damalige Bürgermeister Pavel Jiran, dem die Partnerschaft auch heute noch ein besonderes Anliegen ist. Mit der Begründung der Partnerschaft gab es zahlreiche Begegnungen auf offizieller Ebene, aber auch Vereine fanden verbindende Elemente. "Hervorzuheben ist auch, dass sich die Kemnather Schulen mit verschiedenen Projekten in die Partnerschaft eingebracht haben", sagte Nickl. Man habe Land und Leute kennen und schätzen gelernt, auch heute gebe es noch viele Anlässe, sich in Nepomuk und in Kemnath zu treffen. Als Hauptakteure würdigte der Bürgermeister hier die Feuerwehren, die beispielsweise gemeinsame Übungen abhalten und sich im Katastrophenfall zur gegenseitigen Hilfeleistung verpflichtet haben.
Die Initiative zur Partnerschaft mit Zagorje ob Savi in Slowenien sei von dem Immenreuther Franz Eckart ausgegangen, einem gebürtigen Slowenen und passionierten Imker. Die Imkerfreunde hätten schon Verbindungen zu ihren Kollegen in Zagorje gepflegt, im November 2007 sei dann eine Delegation aus Kemnath bei einem Besuch in Slowenien dabei gewesen. "Wir wurden sehr herzlich aufgenommen, die Chemie stimmte einfach", erinnerte sich Nickl. Die Partnerschaft sei mit Leben gefüllt worden, obwohl zwischen beiden Städten eine Entfernung von 660 Kilometern liege.
Besonders auf künstlerischer und kultureller Ebene habe es einen großen Austausch gegeben: Konzerte des SVEA-Orchesters in Kemnath, Ausstellungen Kemnather Künstler in Zagorje und vieles mehr. "Das hauptsächliche verbindende Glied in der Partnerschaft sind das SVEA-Orchester und die Stadtkapelle Kemnath", wusste Nickl. Er erinnerte aber auch an drei unermüdliche "Motoren" der Partnerschaft mit Zagorje, die mittlerweile leider verstorben seien: der frühere Stadtdirektor Branko Ohmane, Joze Rabuzin sowie auf Kemnather Seite Werner Klante.
An die Vertreter der Partnerstädte und der US-Militäreinheit - die Gemeinderäte Samo Vrtacnik und Gregor Brinjevec aus Zagorje, Bürgermeister Jiri Svec und Pavel Jiran aus Nepomuk sowie Lieutenant Colonel John W. Copeland und Command Sergeant Major Joshua Kreitzer vom 709th Military Police Battalion - übergab der Bürgermeister als Zeichen der kontinuierlichen Partnerschaft jeweils einen Baum sowie eine hölzerne Sitzbank mit einer Tafel, die an das Jubiläum erinnert.



















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