31.10.2019 - 11:38 Uhr
KemnathOberpfalz

Einsätze im Trupp sicher bewältigen

Korrekter Umgang mit feuerwehrtechnischer Ausrüstung und koordiniertes Abarbeiten von Einsatzaufträgen: Das stellten 18 junge Feuerwehrleute aus dem Kemnather Land bei der Abschlussprüfung der modularen Truppausbildung unter Beweis.

18 junge Floriansjünger der Feuerwehren Kemnath, Immenreuth, Kulmain, Ahornberg, Lenau, Oberwappenöst und Kötzersdorf nehmen an der Abschlussprüfung der modularen Truppausbildung in Kemnath teil und qualifizieren sich zum Truppführer bzw. zur Truppführerin. Den Lehrgang leitete und koordinierte KBM Florian Braunreuther (rechts).
von Michael DenzProfil

Bereits vor rund zwei Jahren unterzogen sich die jungen Brandschützer der Feuerwehrgrundausbildung, dem "MTA-Basismodul". Seitdem dürfen die Floriansjünger bei Einsätzen mit anpacken und können im Übungs- und Ausbildungsdienst ihre erlernten Fähigkeiten und angeeigneten Handgriffe vertiefen. 14 Feuerwehrmänner und 4 -frauen aus sieben Feuerwehren nahmen nun an der Abschlussprüfung der modularen Truppausbildung im Kemnather Feuerwehrgerätehaus teil - mit Erfolg.

Auf das sichere, selbstständige und koordinierte Abarbeiten innerhalb eines Trupps des durch den Einheitsführer, etwa dem Staffel- oder Gruppenführer erteilten Einsatzauftrages, kam es bei der praktischen Prüfung besonders an. Nicht nur die sichere Ent- und Vornahme der Gerätschaften, sondern auch die korrekte Ausführung des Einsatzauftrages, die richtige Bedienung der Ausrüstung und der sichere Umgang wurden geprüft. So galt es auch, Sicherheit walten zu lassen: mögliche Gefahren erkennen und auf Gefahren angemessen reagieren.

Zudem wurde besonders auf die Kommunikation zwischen dem Truppführer und dem Truppmann als unselbstständige kleinste Einheit sowie zwischen den Absprachen mit anderen Trupps und den Rückmeldungen zum Einheitsführer unter Einsatz von Funkgeräten besonders Wert gelegt. Natürlich mussten die Prüflinge auch Fragen zu den Tätigkeiten, Besonderheiten und dem Zweck der Ausrüstung erläutern.

Im Vorfeld des praktischen Teils hatten die Teilnehmer eine theoretische Prüfung abgelegt. Bei den Truppaufgaben im praktischen Teil wurden die Kenntnisse der Ersten-Hilfe, etwa Maßnahmen beim Auffinden einer bewusstlosen Person, abgefragt, die Prüflinge führten diese auch vor. Auch galt es unter anderem , Gefahrgut- und Stoffkennzeichnungen zu erkennen und die ermittelten Informationen über Funk weiterzugeben.

Ebenfalls wurden die korrekte Vor- und Rücknahme eines Strahlrohres beim Löschangriff, das Rückhalten mit Leine und Haltegurt sowie der Aufbau einer Wasserversorgung zwischen einem Hydranten und der Pumpe eines Löschfahrzeuges geprüft. Des Weiteren folgten mehrere Übungen innerhalb einer taktischen Einheit, der Löschgruppe. Dazu fuhren die Prüflinge und Prüfer zum Kemnather Schulzentrum.

Bei der Wasserentnahme aus offenem Gewässer mit einer Tragkraftspritze bewiesen die angehenden Truppführer das Zusammenwirken der einzelnen Trupps beim Kuppeln der Saugleitung, dem Verlegen der Schlauchleitungen und dem koordinierten Vorgehen beim "Löschangriff". Zudem wurden der "Schaumeinsatz" und die Wasserentnahme aus Hydranten in Verbindung mit allen weiteren Tätigkeiten, wie dem Absichern des Verkehrs, dem angepassten Verhalten bei auftretenden Fehlern und Gefahren, geprüft.

Kreisbrandmeister und Lehrgangsleiter Florian Braunreuther bescheinigte den Feuerwehrleuten, die alle erfolgreich an der Abschlussprüfung der modularen Truppausbildung teilgenommen hatten, eine hervorragende Leistung. "Vertieft euer Wissen bei den kommenden Einsätzen und anstehenden Übungen weiterhin, absolviert weiterführende Lehrgänge und bildet euch stets fort", betonte er. Zudem dankte er den Teilnehmern und Prüfern, die aus Führungskräften der teilnehmenden Feuerwehren des Kemnather Landes bestanden.

Das Rückhalten mittels Feuerwehrhaltegurt und -leine war Bestandteil der Einzelaufgaben der Truppführerprüfung.
Ob das Vornehmen eines Strahlrohres oder das Sichern eines Pkw´s nach einem Verkehrsunfall: Auch hier war zügiges, jedoch aber auch koordiniertes und sicheres handeln im Trupp gefragt.
Das Kuppeln einer Saugleitung und die Wasserentnahme aus offenem Gewässer mit einer Tragkraftspritze, wie auch das Verlegen von Schlauchleitungen und das Vorgehen zum "Löschangriff" mit Strahlrohren und das Erkennen und Verhalten bei Gefahren waren Bestandteil der Gruppenaufgabe bei der MTA-Abschlussprüfung beim Schulzentrum in Kemnath.
Info:

Teilnehmer

Sven Bauer, Michael Heser, Stefan Popp, Lukas Porst, Veronika Schlicht und Annemarie Zaus (alle Feuerwehr Ahornberg); Marco Götz, Leon Kastner, Juliane Weber (alle Feuerwehr Immenreuth); Bastian Götz (Feuerwehr Kemnath); Sven Nickl (Feuerwehr Kötzersdorf); Leon Veigl, Marie Zaus, Patrick Zaus, Marco Wörl (alle Feuerwehr Kulmain); Korbinian Bayer und Florian Prechtl (beide Feuerwehr Lenau) und Kevin Drechsler (Feuerwehr Oberwappenöst).

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