09.11.2018 - 10:59 Uhr
KemnathOberpfalz

Einschlafritual für Babys

Das Kind wird wach und schreit - regelmäßig mitten in der Nacht. Immerhin die Eltern, die eine Schlafstörung bei ihrem Nachwuchs vermuten, kann Marion Neumann beruhigen.

Marion Neumann (stehend) gibt den Vätern und Müttern im Kursraum des Familienzentrums Mittendrin Tipps, wie sie ihre Kinder beim Ein- und Durchschlafen unterstützen können.
von Josef ZaglmannProfil

"Schlaf, Kindlein, schlaf - wie ist es wirklich mit dem Einschlafen?" war das Thema von Marion Neumann im Familienzentrum Mittendrin. Ihr Vortrag gehörte zur Reihe "Kindergesundheit", welche die Koordinierende Kinderschutzstelle (Koki - Netzwerk für frühe Kindheit) und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Tirschenreuth anbieten.

"Warum ist Schlafen bei Kindern oft so schwierig?" und "Welche Schwierigkeiten haben Kleinkinder oft beim Schlafen?" waren zwei Impulsfragen, die die 30 Eltern in Gruppenarbeit lösen sollten. "Der Schlafbedarf ist in keiner Altersperiode konstant", erklärte ihnen Neumann. Laut der Diplom-Sozialpädagogin schlafe jedoch ein Neugeborenes durchschnittlich 16 Stunden.

Die Ausbildung eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Zyklus' lasse sich durch erzieherische Maßnahmen, zum Beispiel Schreien lassen des Kindes, zusätzlicher Flaschennahrung oder Medikamentengabe nicht beeinflussen, betonte sie. Nächtliches Erwachen sei keine Schlafstörung, sondern gehöre aufgrund der bekannten Schlafzyklen zum normalen -verhalten. Bereits das Neugeborene, sicher aber das ältere Kind verfüge über eine gewisse, wenn auch beschränkte Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen und selbstständig einzuschlafen. Neben dessen Entwicklungsstand spiele dabei das Verhalten der Mutter eine wesentliche Rolle.

"Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Verhaltensstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter", wusste die Leiterin der Erziehungsberatungsstelle in Tirschenreuth. Ein Teil der Kinder, die nachts aufwachten, suchten das Bett der Eltern auf. Sofern diese sich dadurch nicht gestört fühlten, gebe es keine Anzeichen, dass ein solches Schlafverhalten zu nachteiligen Folgen für das den Nachwuchs führen wird.

Um dem Kind das Ein- und Durchschlafen zu erleichtern, sollten die Eltern ein ganz persönliches Einschlafritual erfinden und sich daran allabendlich halten, riet Neumann unter anderem. Ausführliche Einzelberatungen seien bei der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern in Tirschenreuth möglich, Telefon 09631/3363, möglich. Mittendrin-Leiterin Jessika Wöhrl-Neuber dankte der Referentin mit einem Blumenstrauß.

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