15.01.2020 - 13:19 Uhr
KemnathOberpfalz

Eltern wichtigster Partner

"Die Eltern sind die wichtigsten Partner bei der Berufswahl ihrer Kinder", betonte Berufsberater Richard Zentner beim Informationsabend für die Neuntklässler und ihre Eltern in der Turnhalle der Realschule.

„Bei der Berufswahl Ihres Kindes spielen die Eltern eine entscheidende Rolle“, betonte Berufsberater Richard Zentner beim Informationsabend für die Eltern der Neuntklässler.
von Josef ZaglmannProfil

Dieser Abend war der Auftakt zu einem dreitägigen Berufswahlseminar. Die aktive Hilfe der Eltern sei besonders wichtig, weil sie die Stärken und Schwächen ihrer Kinder am besten kennen, meinte Zentner. Auch berufsbezogene Praktika, mobiles Berufsinformationszentrum, Freunde, Bekannte und Lehrer spielten eine wichtige Rolle beim Berufsfindungsprozess. Er riet, frühzeitig mit den Kindern über ihre Berufswünsche zu sprechen, sie zu freiwilligen Praktika zu ermuntern, mit ihnen ins BIZ zu fahren und Ausbildungsmessen zu besuchen. Eine Hilfestellung sei auch, selbst Berufe vorzuschlagen, Begleitung zur Beratung in der Agentur für Arbeit oder in der Schule, Unterstützung bei der Adressensuche von Ausbildungsstellen oder bei Bewerbungen, Üben von Vorstellungsgesprächen und bei Absagen den Kindern neuen Mut zu geben.

Orientierung, Information, Beratung, Vermittlung in Ausbildungsstellen und finanzielle Hilfen sind die Serviceleistungen der Berufsberatung, betonte der Berufsberater. Informieren, entscheiden und bewerben seien die Grundpfeiler für eine gezielte Berufsfindung.

Abschließend ging Zentner auf den regionalen Ausbildungsstellenmarkt und die Entwicklung der Lehrstellensituation ein. "Das Verhältnis zwischen den Bewerbern und den Stellen hat sich immer mehr zugunsten der Auszubildenden verschoben." Die Chancen für Schulabsolventen seien derzeit sehr gut. Jeden Montag habe er ab 8 Uhr Sprechstunde in der Realschule.

Realschulkonrektor Holger König informierte die Neuntklässler und ihre Eltern über ihre schulischen und beruflichen Möglichkeiten nach dem Realschulabschluss.

Für die Möglichkeiten von Realschulabsolventen nach der 10. Jahrgangsstufe sprach Konrektor Holger König. Nach dem mittleren Bildungsabschluss könnten diese eine Ausbildung in einem Betrieb oder im öffentlichen Dienst beginnen (duales System) oder eine weiterführende Schule besuchen. Mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation erläuterte König das Schulprofil, die Aufnahmevoraussetzungen, Dauer und Abschlüsse von Berufs-, Berufsfach-, Fachober-, Berufsober- und Fachschulen sowie Fachakademien. "Realschülern stehen alle Bildungswege offen." Sogar ein Studium an einer Universität sei möglich, wenn vorher die allgemeine Hochschulreife erworben werde.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.