Michael Wittmann, Produktverantwortlicher bei der Bayernwerk Natur GmbH, und Andrè Zorger, Leiter der Kommunalbetreuung Ostbayern, präsentierten das Online-Tool im Rathaus gemeinsam mit Kommunalbetreuer Markus Windisch. So erfuhren Bürgermeister Werner Nickl und Bauamtsleiter Roland Sächerl aus erster Hand, wie es um die Eigenversorgung ihrer Kommune bestellt ist.
Die Energiewende sei eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Klimafreundliche Energie dort zu produzieren, wo sie gebraucht werde, spiele eine immer größere Rolle. "Die Energiezukunft ist dezentral", betonte Zorger. Städten und Gemeinden komme deshalb eine immer größere Rolle in der Versorgung zu. Künftig sollte der Strom am besten direkt vom Nachbarn kommen.
Wer auf einem guten Energie-Kurs bleiben will, braucht aber vor allem Transparenz. "Der Energiemonitor gibt detailliert Aufschluss über die eigene Produktion und den Verbrauch", erklärte Wittmann. Bürgermeister Nickl kündigte an, den Bürgern die Daten des Energiemonitors über die kommunale Internetseite zugänglich zu machen. "Möglichst viele Bürger sollen von diesen Informationen profitieren", meinte er. Sie sollten dazu motiviert werden, sich mit der Energiewende zu befassen und mit eigenen Maßnahmen dazu beizutragen. Auf diese Weise werde ihr Energiebewusstsein geschärft. So wirke sich dieses Tool sicherlich langfristig positiv auf den Klimaschutz aus.
Der Energiemonitor zeigt auf einer online einsehbaren Plattform, wie viel Strom vor Ort in einer Kommune aktuell erzeugt und verbraucht wird. So sehen die Betrachter auf einen Blick, wie hoch der Grad der Eigenversorgung bei einer bestimmten Jahres- und Tageszeit ist. Es ist für sie genau ersichtlich, aus welchen Quellen die elektrische Energie innerhalb der Gemeindegrenzen produziert wird. Vergleichswerte aus anderen Tagen und Monaten ermöglichen Rückschlüsse, wie sich die Energieversorgung in der Kommune entwickelt. Die Daten aktualisieren sich im Viertelstundentakt. Am Ende eines jeden Tages kann die Kommune Bilanz ziehen: Wie grün war der örtliche Energiemix heute?
Nickl ist stolz darauf, dass Kemnath zu den ersten Kommunen in der Region gehört, die den Energiemonitor nutzt. "Damit motivieren wir unsere Bürger, sich mit eigenen Projekten an der Energiewende zu beteiligen und unsere Ökobilanz weiter zu verbessern", erklärte er.













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