16.01.2020 - 13:41 Uhr
KemnathOberpfalz

Entscheidungshilfen bei Berufswahl

Die Neuntklässler der Kemnather Realschule blicken etwas klarer in die Zukunft. In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Weiden erhielten sie an zwei Tagen Informationen über zahlreiche, mögliche Berufe.

Holger König, Holger Dederl, Wolfgang Heider, Elisabeth Bayer, Gabriele Dill, Laura Möckel, Andrea Putzlocher, Richard Zentner, Robert Böhm und Margot Friedl (von links) gaben beim Informationsabend zur Berufswahl ihre Erfahrungen an die Neuntklässler und ihre Eltern weiter.
von Josef ZaglmannProfil

Als Auftaktveranstaltung fand in der Turnhalle ein Informationsabend in Form einer Podiumsdiskussion statt. Dafür konnte die Schulleitung erfahrene Experten aus verschiedenen regionalen Unternehmen und unterschiedlichen Branchen gewinnen. Verantwortliche der Bau-, Finanz-, Lebensmittel- und Medizintechnikindustrie aus der Umgebung sowie der FOS/BOS Weiden, der Berufsfachschule Wiesau und der Agentur für Arbeit Weiden erläuterten den Zuhörern, worauf es bei den verschiedenen Phasen der Berufsorientierung und im Bewerbungsprozess ankommt.

Von Banken und Schulen

Referenten waren Robert Böhm, Bereichsleiter Personal von der Sparkasse Oberpfalz Nord, Holger Dederl, Diplomingenieur und Bauunternehmer in Erbendorf, Personalleiterin Elisabeth Bayer von der Firma Siemens, Bankbetriebswirt Wolfgang Heider von der Raiffeisenbank Oberpfalz Nordwest, Schulleiterin Gabriele Dill von der FOS/BOS Weiden, Laura Möckel, Personalleiterin bei der Firma Ponnath, Oberstudienrat Andre Putzlocher von der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement in Wiesau und Berufsberater Richard Zentner von der Agentur für Arbeit in Weiden. Sie schilderten, welche Anforderungen die Betriebe an die Jugendlichen stellen.

"Was erwarten die Betriebe von den zukünftigen Auszubildenden?", "Wie wichtig sind Praktika im Vergleich zu Noten?" "Welche Bedeutung haben heute noch Zeugnisnoten und Zeugnisbemerkungen bei einer Bewerbung?", "Wie wichtig ist Teamfähigkeit?" "Gibt es die Möglichkeit eines dualen Studiums?", "Reicht bei Ihnen der mittlere Schulabschluss aus?" und "Wie wichtig sind Zusatzqualifikationen und ehrenamtliches Engagement?" waren einige der Fragen, die die Moderatoren Holger König (Realschulkonrektor) und Margit Friedl (Beratungsrektorin) diesen Experten stellten.

"Entscheidend ist, ob sich der Schulabgänger für den angestrebten Beruf eignet und welchen Gesamteindruck er beim Vorstellungsgespräch hinterlässt", war eine ihrer Kernaussagen. Der zukünftige Azubi sollte Engagement und Leistungsbereitschaft zeigen, sich für seinen zukünftigen Beruf interessieren und über die Firma Bescheid wissen, für die er arbeiten wolle, betonten die Personalchefs. Sie gaben auch Tipps für das Vorstellungsgespräch und das Bewerbungsschreiben.

Praktika wichtig

Eine wichtige Rolle spielen ihrer Meinung nach Betriebspraktika, die in den Ferien in den Ausbildungsbetrieben absolviert werden. "Warum wollen Sie gerade diesen Beruf ergreifen und in unserer Firma arbeiten?", sei eine häufig gestellte Frage beim Vorstellungsgespräch. Sehr positiv könnten sich außerschulische Aktivitäten im sportlichen, kulturellen oder kirchlichen Bereich bei der Bewerbung auswirken. Daraus ließen sich positive Rückschlüsse auf wichtige Grundkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kooperationsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein ziehen.

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