Kemnath
15.12.2019 - 09:57 Uhr

Erstes Fairtrade-Town-Treffen Oberfranken Ost wenig besucht

Die Stadt Kemnath holt sich Anregungen zum Fairen Handel aus Neumarkt und will weitere Projekte angehen.

Bürgermeister Werner Nickl zeigte Ruth Dorner und Dr. Catharina Denk (von rechts) den Stuhl, den Kemnaths KinderKunst für die Fairtrade Stadt Kemnath gestaltet hat. Bild: jzk
Bürgermeister Werner Nickl zeigte Ruth Dorner und Dr. Catharina Denk (von rechts) den Stuhl, den Kemnaths KinderKunst für die Fairtrade Stadt Kemnath gestaltet hat.

Nur wenige Zuhörer konnte Bürgermeister Werner Nickl zum ersten Fairtrade-Town-Treffen für Oberfranken-Ost im Foyer der Mehrzweckhalle begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Catharina Denk, Eine-Welt-Promoterin für Oberfranken-Ost, und der Referentin Ruth Dorner, Stadträtin in Neumarkt und Referentin für Nachhaltigkeitsförderung und Vorsitzende des Eine-Welt-Ladens in Neumarkt.

Erste Fairtrade-Stadt im Landkreis

"Im August 2015 erfüllte Kemnath alle fünf Kriterien, die für eine Bewerbung zur Fairtrade-Town notwendig sind", berichtete Nickl. Daraufhin wurde eine Fairtrade-Steuerungsgruppe gegründet, die sich aus Vertretern der Politik, Medien, Zivilgesellschaft, Kirche und Wirtschaft zusammensetzt. Die Mitglieder koordinierten alle wichtigen Schritte auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt. Im Februar 2016 wurde der Stadt schließlich als erster Kommune im Landkreis Tirschenreuth der Titel "Fairtrade-Stadt" verliehen. Zwei Jahre später wurde dieser Titel erneuert.

Faire Rosen und Stadtschokolade

"2009 war Neumarkt die erste Fairtrade-Stadt in Bayern", sagte Ruth Dorner gleich am Anfang ihres Vortrages. Zehn Jahre später, im September 2019, wurde Neumarkt beim Kongress "Fair begegnen - fair gestalten" in Köln als Hauptstadt des Fairen Handels ausgezeichnet.

Mit einer Powerpoint-Präsentation zeigte Dorner mehrere Beispiele, wie in Neumarkt der Fairtrade-Gedanke umgesetzt wird. Dabei erwähnte sie besonders die Aktion "Faire Rosen zum Muttertag" , die Schulweltläden, die Neumarkter Stadtschokolade, die "Bio-Fair und Regional Aktion", das Eine-Welt-Festival, Fairtrade-Schulen, ein faires Café-Mobil, das Fair-Trade-Bistro und verschiedene Ausstellungen sowie Aktionen in den Schulen. Bei der anschließenden Diskussion bedankten sich die Teilnehmer des Treffen für die vielen Anregungen der Referentin.

"Wir werden versuchen, einige Vorschläge in Kemnath umzusetzen", sagte Pastoralreferent Alfred Kick. Der Ansprechpartner der Kemnather Steuerungsgruppe Fairtrade bedauerte, dass so wenige Besucher zu diesem ersten Fairtrade-Town-Treffen nach Kemnath gekommen waren.

Pakt für nachhaltige Beschaffung

Bürgermeister Werner Nickl verwies auf den ersten Fairtrade-Gipfel in Bamberg. Er war dabei, als dort im Oktober 2019 30 Bürgermeister einen Pakt für nachhaltige, faire Beschaffung unterzeichnet haben.

 
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