Insgesamt fünf Polizisten - zwei von der Kemnather Dienststelle sowie drei Kollegen von der Bereitschaftspolizei Nürnberg - waren am Mittwochvormittag unterwegs, um mögliche Handy-Sünder am Steuer in flagranti zu erwischen. Ein Zivilfahrzeug stand am Feuerwehrhaus in Kemnath, ein weiteres in Kastl bei der Einfahrt in Richtung IME Fördertechnik.
"Letztlich geht es darum, den fließenden Verkehr zu beobachten", erläutert Polizeihauptkommissar Hubert Scherm, der in Kastl im Auto sitzt und gebannt auf die vorbeifahrenden Autos und Lkw - genauer auf die Finger und Ohren deren Fahrer - schaut. Bei strömenden Regen ist dies sicherlich nicht immer einfach. "Es ist aber die effektivste Art und Weise zu kontrollieren", meint auch Scherms Nürnberger Kollege. Wird ein Verkehrssünder ertappt, heißt es schnell zu reagieren und das Fahrzeug zu verfolgen, zu überholen mit der Kelle rauszuwinken. Insgesamt sechs Mal müssen die Beamten in den beiden Polizei-Zivilfahrzeugen tätig wegen Handy am Steuer tätig werden. Dazu ertappen sie auch noch drei Fahrer ohne angelegten Sicherheitsgurt.
Einer, der mit dem Handy am Ohr erwischt wird, ist ein Handwerker mit Kulmbacher Kennzeichen. Auf Höhe von Kastl wird er erkannt, an der Bushaltestelle in Troglau hält er dann an. "Natürlich freut man sich da nicht drüber", sagt er. Als er aber die Polizeikelle gesehen habe, sei ihm schon klar gewesen, warum er jetzt wohl angehalten werde. Ihn erwarten jetzt eine Geldbuße in Höhe von 100 Euro (plus Verwaltungsgebühren) sowie ein Punkt in der Verkehrssünderdatei.
Die meisten zeigen sich wirklich einsichtig", berichtet Scherm. Da gebe es kaum Diskussionen, man ziehe auch wirklich nur die raus, bei denen es eindeutig sei. Sein Kemnather Kollege, Polizeihauptmeister Carsten Landgraf, bilanziert, dass die Anzahl der festgestellten Verstöße in kein Extrem ausschlage: "Das waren sicher nicht wenige, andererseits aber auch nicht übermäßig viel."













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