"Wir sind das sehr umfangreich angegangen", erklärt er. Sämtliche Patienten, mit denen der Libyer Kontakt hatte, seien angesprochen worden. Gegebenenfalls würden aus den mehr als 200 behandelten Patienten Fälle "herausgefischt", wie Schäfer erklärt. "Wir müssen das auf Fälle beschränken, von denen wir denken, dass etwas falsch gemacht wurde. Es deutet sich an, dass es solche Fälle gibt." Dann müssten erst noch Gutachten eingeholt werden. "Ob was Gravierendes vorgefallen ist, müssen wir erst schauen", sagt Schäfer.
Im September 2018 machten die Verantwortlichen der Kliniken Nordoberpfalz AG öffentlich, dass ein 36-Jähriger am Krankenhaus Kemnath für zwei Monate als Arzt gearbeitet hat, obwohl dieser gar kein Mediziner war. Der Libyer war über einen Personalvermittler dorthin gelangt. Er war bereits zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis, unter anderem wegen schweren Sozialbetrugs und wegen Urkundenfälschung, dank derer er sich damit Anstellungen an den Krankenhäusern Kassel und Hildesheim erschlichen hatte, verurteilt worden.












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