23.07.2018 - 15:36 Uhr
KemnathOberpfalz

Feldlager in Kemnath: Kommet und staunet [Video]

Ein Hauch von Mittelalter weht am Wochenende durch die 1010 Jahre alte Stadt Kemnath. Dabei können die Besucher hautnah das Leben von Rittern und Landsknechten in einem Zeltlager erleben.

Beim Ritterturnier besiegt Elmar von Cammerloher (links) seinen Rivalen Werner von Schlackenhof.
von Josef ZaglmannProfil

(jzk) Einen herzlichen Willkommensgruß entbot zweiter Bürgermeister Hermann Schraml den Gästen aus nah und fern auf dem Eisweihergelände zum 5. historischen Feldlager. Hubert der Henker eröffnete um 18 Uhr das Spektakulum. Mit wohlgesetzten Worten verlas er die gestrenge Lagerordnung. "Wer Unfrieden stiftet, ehrverletzende Wörter gebraucht oder gar nach der Waffe greift, wird heute besonders hart geahndet", warnte er.

Das Video vom Feldlager

Auf sein Geheiß stellten sich die einzelnen historischen Gruppen vor. Mit lauten Jubelrufen wurden Matthias, Herzog von Wallenrode, das Pressather Fähnlein, die Vogelfreyen, die beiden Ritter Elmar von Cammerloher (Elmar Bayer) und Werner von Schlackenhof (Werner Biedermann), Die Bairuther Katzbalgery, die Kemnather Stadtwache, Feuerschlucker und Gaukler begrüßt. Feldhauptmann Kaspar Erlbeck von Parkstein (Hans Rösch) lud zum Rundgang durch das Lager ein. Die Zelte und Stände der Handwerker und Händler waren sehenswert. Alle Gruppen waren von dem schönen Gelände und der tollen Atmosphäre beeindruckt.

Ein erster Höhepunkt war das Ritterturnier, bei dem Elmar von Cammerloher (Elmar Bayer) seinen Kontrahenten Werner von Schlackenhof (Werner Biedermann) besiegte. Zeremonienmeister war Sascha Barbarossa de Vert. Die Kemnather Stadtwache hatte alles bestens organisiert. Für Speis und Trank war ebenfalls gesorgt.

Am Lagerfeuer wurden schmackhafte Süppchen zubereitet oder Fleisch und Würstchen gegrillt. Die Sechs-Mann-Band Corvidae heizte mit ihren alten Instrumenten wie Dudelsack und Cister und klassischen Rockinstrumenten den Besuchern richtig ein. Immer wieder kündigte Hubert der Henker neue Spektakel zur Unterhaltung des Volkes an.

Am Samstagabend hatten sich viele Besucher eingefunden. Zahlreiche Fieranten boten Waren und Ausrüstungen für Ritter und Landsknechte an. Der Pflasterzoll betrug für jeden Erwachsenen, der nicht in Gewandung erschien, einen Gulden (Euro).

Der absolute Höhepunkt war bei Einbruch der Dunkelheit die Hexenverbrennung. Unter lautem Wehklagen wurde ein Weib der Vogelfreyen zum Scheiterhaufen gebracht, wo Scharfrichter Hubert seines Amtes waltete. Ein Feuerspucker verlieh der schaurigen Szene noch eine besondere Note. Eine besondere Faszination übte die Feuershow auf die Besucher aus. Leider bereitete der Regen gegen 22 Uhr dem fröhlichen Treiben ein Ende.

Am Sonntag ging ab 10 Uhr das Lagerleben mit Frühschoppen, Böllerschießen, Führungen durch das Lager und mittelalterlichem Geplänkel weiter. Auch für die Kinder war allerhand geboten. Viele Buben und Mädchen bestaunten die Kunststücke des Zauberers Roland von der Feyhöhe. Bei der Verabschiedung erhielt jede Gruppe einen Erinnerungsteller, den Heiner Dworzak, Mitglied der Kemnather Stadtwache, angefertigt hatte.

Hubert der Henker verkündet die Lagerordnung.

Die Kemnather Stadtwache stellt sich vor.

Hubert der Henker kündigt die Hexenverbrennung an.

Hexenverbrennung .

Heiner Dworzak, Mitglied der der Kemnath er Stadtwache, hat für die verabschiedung der Teilnehmer am 5. Feldlager 22 Erinnerungsteller kunstvoll gefertigt.

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