17.08.2018 - 16:09 Uhr
KemnathOberpfalz

Festwirt und Polizei zufrieden

Armin Schninner zieht eine positive Bilanz des 69. Kemnather Wiesenfestes. Dennoch denkt der Festwirt an neue Attraktionen.

Für Wirt Armin Schinner ist das Wiesenfest „wie eine Droge“. Ans Aufhören denkt er noch lange nicht.
von Holger Stiegler (STG)Profil

(stg) Mehr Besucher und mehr Bierkonsum - so schätzt Armin Schinner die grobe Bilanz des 69. Wiesenfestes ein, bei dem er zum 32. Mal als Festwirt fungierte. Mit einem Brillant-Feuerwerk ging es auch heuer zu Ende. "Ich bin schon überwältigt vom diesjährigen Besuch", betont Schinner. Das sei nicht immer so gewesen, da habe es auch schon Talsohlen gegeben.

Die politischen Veranstaltungen mit Ministerpräsident Markus Söder und FW-Landeschef Hubert Aiwanger seien richtige "Highlights" gewesen. Bewährt habe sich auch der erstmals veranstaltete Seniorennachmittag in Kooperation mit dem Landkreis, den sowohl viele Auswärtige wie auch Kemnather gut angenommen hätten. "Positiv für uns ausgewirkt hat sich sicherlich auch, dass das Weidener Volksfest nicht mehr gleichzeitig ist", räumt Schinner ein.

Mit der musikalischen Qualität der verpflichteten Bands und Kapellen sei er sehr zufrieden gewesen, einen "Ausfall" habe es nicht gegeben. Die Blechmusik komme auch bei den jungen Leuten sehr gut an. "Viele Musiker haben mir auch gesagt, dass sie vom Publikum begeistert waren und es ihnen einfach Spaß gemacht hat."

Wünsche und Visionen für Zukunft hat Schinner immer noch: "Mal ein Riesenrad oder eine Wilde Maus - das wäre schon noch etwas Besonderes." Oder eine US-Militärkapelle, die den Einzug mit der Stadtkapelle bestreitet, könnte er sich vorstellen. Ans Aufhören denkt der Wirt noch nicht: "Das Wiesenfest ist wie eine Droge." Intensive Unterstützung bekommt er von seinem Sohn Michael, ohne den das alles gar nicht mehr machbar sei. Und außerdem hat der Festwirt rund 40 Personen im Service im Einsatz, die sich um die Essens- und Getränkewünsche der Besucher kümmern.

Auch die Polizeiinspektion Kemnath zieht laut deren Leiter Bernhard Gleißner eine gute Bilanz: "Wir waren im Wesentlichen nur präventiv gefordert. Auf dem Fest selbst sowie auf den Parkflächen und im Stadtgebiet in Kemnath wurden Sicherheitsstreifen, Personenkontrollen und allgemeine Verkehrskontrollen durchgeführt." Keiner der kontrollierten Fahrzeugführer sei alkoholisiert unterwegs gewesen. Insgesamt sei lediglich eine Körperverletzung angezeigt worden, eine 19-Jährige sei von einem 21-Jährigen geschubst und leicht verletzt worden. "Zur Gefahrenabwehr musste wir bei einer alkoholisierten Frau einschreiten, die mit ihrem Kleinkind auf dem Wiesenfest unterwegs war", berichtet der Erste Polizeihauptkommissar. Mutter und Kind seien zur Inspektion verbracht, das Kind in Obhut seiner Oma übergeben worden. Außerdem informierten die Beamten das Jugendamt über den Vorfall.

Nur ein einziges Mal habe man tätig werden müsse, als ein alkoholisierter Besucher mit einer Rangelei begonnen hatte. "Das war aber nichts Dramatisches und weit von einer Schlägerei entfernt", meint Gleißner. Im Zuge des Wiesenfests seien auch eine ganze Reihe von Verkehrskontrollen erfolgt. Anlass zu Beanstandungen habe es nicht gegeben. "Die Präsenz des Security-Teams fördert natürlich ein aus unserer Sicht ruhiges und entspanntes Wiesenfest."

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