18.10.2018 - 12:45 Uhr
KemnathOberpfalz

Fit mit Denken und Bewegen

Alt werden möchte jeder, alt sein dagegen kaum jemand. Für Luzia Zaus ist jedoch entscheidend, "wie wir älter werden".

Körperliche Aktivität vermindert nicht nur das Risiko, krank zu werden, sondern steigert den Fitnesszustand und das allgemeine Wohlbefinden, betont Luzia Zaus (rechts) Beim Seniorenclub zeigt sie entsprechende Übungen.
von Josef ZaglmannProfil

Ihr Thema beim Seniorenclub im Gasthof Kormann lautete deshalb: "Fit und aktiv älter werden". Ziel sei, im Alter den Alltag mit möglichst wenig fremder Hilfe zu meistern, erklärte Luzia Zaus, die seit 36 Jahren Kurse beim SVSW Kemnath hält. Damit die letzten Lebensjahre bei möglichst guter Gesundheit verbracht werden können, seien Gesundheitsförderung und die Prävention chronischer Erkrankungen in jedem Alter wichtig.

"Das Zauberwort heißt Bewegung", betonte die Übungsleiterin. Wer sich regelmäßig bewege, könne länger selbstständig und selbstbestimmt leben. Dafür brauche es keine ausgeklügelten Trainingspläne. Es seien alltägliche Bewegungsabläufe, die einfach in den Tagesablauf integriert werden könnten und dabei sehr hohe Effekte erzielten. "Es ist nie zu spät anzufangen", meinte Zaus, "Sie müssen jetzt gehen, damit sie im hohem Alter noch gehen können."

Das Risiko, von den typischen altersbedingten Krankheiten betroffen zu sein, sei für aktive Menschen deutlich geringer. Regelmäßige körperliche Betätigung halte das Herz-Kreislaufsystem und das Gehirn in Schwung und steigere das allgemeine Wohlbefinden. Durch Untersuchungen sei längst bewiesen, dass die Bewegung einen positiven Einfluss auf Blutdruck, Diabetes, Osteoporose und die Venen habe, berichtete die Referentin. "Gehen Sie täglich an die frische Luft, der Spaziergang muss gar nicht lang sein." Wichtig sei, ausschreitend zu gehen. Auch Treppen steigen oder sich auf einen Stuhl setzen und einige Male aufstehen, könne jeder in der Wohnung machen.

Immer wieder machte Zaus Übungen vor, wie die Beine, Knie, Hände, Finger und die Schultern trainiert werden können. "Gelenke, die nicht trainiert werden, verkümmern" mahnte sie. Bewegung wirke sich auch positiv auf die Stimmung aus. Auch das Gleichgewicht lasse sich mit einfachen Übungen trainieren. Dies vermeide gefährliche Stürze.

Um die geistige Fitness zu erhalten, müssten dem Gehirn müssen immer wieder neue Anreize gegeben werden. "Dafür braucht man kein langwieriges Gehirntraining." Zwischendurch gab Zaus den Senioren Anregungen, wie sie alleine oder mit Partner ihre grauen Zellen fit halten können. "Denken und Bewegen" sei die Zauberformel für eine Fitness bis ins hohe Alter.

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