09.10.2019 - 13:59 Uhr
KemnathOberpfalz

Fleischbankl auch nach 55 Jahren Treffpunkt

Ihren ehemaligen Schulort entdeckten die Entlassschüler von 1964 bei einem Rundgang neu. Dabei durfte ein Platz in Kemnath natürlich nicht fehlen.

Die damals verabredete sich der Abschlussjahrgang 1964 am Fleischbankl zum Klassentreffen: (stehend von links) Richard Stock, Gerhard Brosch, Inge Porsorski, Inge Jungnickl, Ludwig Seitz, Christa Popp, Georg Schönberger, Horst Reichenberger, Max Eichermüller, Karl Hofmann, Siegfried Greger, Herbert Reinhold, Hans Rickauer, Gästeführerin Anna Müller-Rösch, (sitzend von links) Anni Domeyer, Gerlinde Bayer, Helene Eibisch, Mary Haarkötter und Inge Hebert.
von Hans RöschProfil

55 Jahre nach Abschluss der Mittelschule Kemnath trafen sich die ehemaligen Klassenkameraden zum Rundgang durch ihre Heimat- und ehemalige Schulstadt. Die Gästeführer des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises Kemnath (HAK), Anna Müller- Rösch und Hans Rösch, hießen sie dazu am Parkplatz des Ärztehauses willkommen.

Allen bekannt war der Treffpunkt am Cammerloherplatz beim Fleischbankl. Beim Gruppenbild erinnerte man sich an manche damalige Verabredung: "Am Abend beim Fleischbankl." Das habe früher auch ohne Handy geklappt. Im Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum, wo zur ihrer Schulzeit noch einige Flüchtlingsfamilien wohnten, bestaunten die Teilnehmer die Sonderausstellungen "Alles Silber, oder was?". Durch die von Hans Bäte konzipierte Abteilung Vor- und Frühgeschichte führte Müller-Rösch. Bei der weltweit größten Sammlung von historischen Handfeuerwaffen aus der Zeit der ersten Bayerischen Waffenmanufaktur in Fortschau erinnerte Rösch an den Initiator der Ausstellung, Josef Leypold. Zum Tanz wurde bei einer Kurzführung im Musikeum Station gemacht. In der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt lernte die Gruppe auch den neuen Stadtpfarrer Thomas Kraus kennen.

Bei Kaffee und Kuchen im dem allen bekannten Café Lehner am unterm Stadtplatz erinnerte man sich lebhaft an die Schulzeit. Vor über 55 Jahren habe man sich noch keine Tasse Kaffee mit Torte leisten können. Es habe noch Mädchen- und Knabenklassen gegeben, nur im großen Physiksaal gab es gemeinsamen Unterricht. Ein besonderes Ereignis seine die Tage im Schullandheim Feuchtwangen in der zweiten Klasse mit Lehrerin Rösch und Lehrer Liepelt gewesen.

Vieles konnte an diesem Nachmittag nur im Schnelldurchgang gezeigt werden. Die Teilnehmer versprachen, mit Bekannten wieder zu kommen, um sich das eine oder andere in Ruhe erklären zu lassen. Anmeldungen für Gästeführungen sind jederzeit bei der Stadt Kemnath oder per E-Mail an hakkem-stadtfuehrung[at]gmx[dot]de möglich. Organisator Josef Stock dankte den Gästeführern für die fundierte und kurzweilige Führung. Für den Abend war ein gemütliches Beisammensein bei Helene Eibisch in der Schloßschänke Kaibitz geplant.

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