27.05.2020 - 11:14 Uhr
KemnathOberpfalz

Flotte Musik für Kemnather Senioren

Auch in der Corona-Pandemie bewiesen Albin Zeitler und Ingrid Krämer ein Herz für Senioren. Zwei Stunden lang musizierten die beiden für die Bewohner des Kemnather Seniorenzentrums Haus Falkenstein.

Albin Zeitler (rechts) und Ingrid Krämer erfreuten die Senioren im Haus Falkenstein mit ihrer Drehorgelmusik.
von Josef ZaglmannProfil

Mit ihrer Musik wollten Albin Zeitler und Ingrid Krämer ein wenig Ablenkung in den für die Bewohner recht einsamen Tagen bescheren. "Musik im Heim ist derzeit nicht erlaubt", hatte Leiterin Claudia Heier im Vorfeld betont, "Außenstehende dürfen das Gebäude nicht betreten". Deshalb stellte sich Zeitler mit seiner Drehorgel im Garten des Seniorenzentrums auf. Mit bekannten Melodien aus der Volksmusik wie "Aus Böhmen kommt die Musik", "Schützenliesl", "Rosamunde" und "Tante Mizzi", beliebten Evergreens und Ohrwürmern aus dem Bereich der Popmusik wie "Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an", bekannten Volksliedern ("Wir lagen vor Madagaskar") und Opernmelodien von G. Verdi ("Gefangenenchor" aus der Oper "Nabucco") erfreute er zwei Stunden lang die Heimbewohner.

Durch seine Verstärkeranlage waren der Gesang und die Begleitmusik der Drehorgel deutlich zu hören. Ingrid Krämer musste darauf achten, dass sie die Kurbel der Drehorgel gleichmäßig drehte. Ihre Gitarre und ihre Trompete kamen diesmal nicht zum Einsatz.

Über 300 Musiktitel waren auf der Drehorgel des Orgelbaumeisters Hofbauer in Göttingen gespeichert. "Der produziert mit viel Liebe zum Detail Drehorgeln mit höchster handwerklicher Qualität", erklärte Zeitler den Senioren, als er ihnen das mit Intarsien verschönerte Holzgehäuse zeigte. Er erwies sich nicht nur als guter Sänger, sondern auch als geschickter Moderator. Zwischendurch erzählte er immer wieder Witze und lustige Anekdoten. Auch sein stilvolles Outfit kam bei den Zuhörern sehr gut an.

Viele Bewohner öffneten die Fenster, hörten die Musik und beobachteten die beiden Akteure. Sie freuten sich über die willkommene Abwechslung und sparten nicht mit Beifall. Damit sie möglichst viele Bewohner hören und sehen konnten, wechselten Albin Zeitler und Ingrid Krämer immer wieder ihren Standort vor der Wohnanlage.

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