19.08.2019 - 12:29 Uhr
KemnathOberpfalz

Das große Planen

Der 8. Oktober ist der Stichtag für Ideenwettbewerb für den Neubau der Kemnather Realschule.

Statt sie zu sanieren, lässt der Landkreis Tirschenreuth die Kemnather Realschule (links) ein paar Meter weiter neu bauen. Dafür vorgesehen ist die Wiese zwischen Berndorfer und Badstraße (rechts). Im Vordergrund ist die Mehrzweckhalle zu sehen.
von Hubert Lukas Kontakt Profil

Die Zeit läuft für die Planer, sofern sie sich am Ideenwettbewerb für den Neubau der Realschule Kemnath mit Dreifachturnhalle beteiligen wollen. Noch bis Dienstag, 8. Oktober, 16 Uhr, haben sie die Möglichkeit, ihre Unterlagen beim Büro Oberprillerachitekten in Hörmannsdorf abzugeben. Dieses ist mit der Betreuung des seit 16. Juli laufenden, offenen Wettbewerbs betraut. Ausgeschrieben worden ist er im Europäischen Amtsblatt.

Mit eingebunden ist die Stadt Kemnath, die durch den Neubau das Areal im Bereich des Schulstandortes neu ordnen und entwickeln möchte. Daher gliedert sich das Wettbewerbsgebiet in die Bereiche Schulzentrum (Standort der neuen Realschule und Turnhalle, gemeinsame Mensa sowie bestehendes Hallenbad und Mehrzweckhalle), Sport- und Freizeitzentrum (vorhandene Schulsportanlage, Blockheizkraftwerk, zusätzlicher Fußballplatz und neues Sportheim) sowie ein Wohngebiet (angrenzend an das künftige Baugebiet "An der Berndorfer Straße").

Die Teilnahme ist durchaus lohnend: Für den ersten Preis sind 81 600 Euro ausgelobt. Der zweite Platz ist mit 51 000 Euro dotiert, der dritte mit 30 600 Euro. Für Anerkennungen stehen 40 800 Euro zur Verfügung. Für den Großteil der Gesamtsumme von 206 000 Euro kommt der Landkreis Tirschenreuth als Sachaufwandsträger für die Realschule auf. Anteilsmäßig beteiligt sich daran die Stadt Kemnath.

Mitmachen dürfen Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten. Für sie ist am Mittwoch, 21. August, ab 12 Uhr ein Kolloquium im Foyer der Kemnather Mehrzweckhalle geplant, bei dem auch Gelegenheit für Rückfragen ist.

Während die Teilnehmer die Planungsunterlagen bis einschließlich 8. Oktober eingereicht haben müssen, haben sie für die Abgabe eines Wettbewerbsmodells eine Woche länger (bis 15. Oktober) Zeit. Das Preisgericht tagt dann, nach einer Vorprüfung durch das Hörmannsdorfer Büro, am Dienstag und Mittwoch, 5. und 6. November, und begutachtet in nichtöffentlicher Sitzung die anonymisierten Arbeiten. Kriterien sind dabei das städtebauliche Konzept, die Erschließung, Erfüllung des Raumprogramms und der Funktionalität, Sicherheit, architektonische und räumliche Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, die Punkte Energie, Ökologie und Nachhaltigkeit sowie die Gestaltung der Freianlagen.

Fachpreisrichter sind der Tirschenreuther Kreisbaumeister Klaus Weig, Regierungsbaumeister Dietrich Kappler, Landschaftsarchitekt Franz Damm (München) sowie die Architekten Volker Heid (Fürth), Gábor Freivogel (Nürnberg) und Christoph Peytard (Regierung der Oberpfalz). Als ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichterin wird Architektin Daniela Keller (Landkreis Tirschenreuth) geführt. Als Sachpreisrichter fungieren der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert, die Kreisräte Werner Nickl (Bürgermeister der Stadt Kemnath), Heidrun Schelzke-Deubzer (Kemnath) und Uli Roth (Krummennaab) sowie der Kemnather Realschulrektor German Helgert. Ständig anwesender stellvertretender Sachpreisrichter ist der Mitterteicher Peter Pscheidl.

Dem öffentlichen Auftraggeber, also dem Landkreis Tirschenreuth, wird das Ergebnis des Wettbewerbs zeitnah bekanntgeben. Die eingereichten Arbeiten werden ausgestellt, wobei Ort und Termine noch nicht feststehen.

Auf dieser Wiese an der Berndorfer Straße soll einmal die neue Realschule Kemnath stehen. Im Hintergrund ist die Mehrzweckhalle zu sehen.
Auf dieser Wiese an der Berndorfer Straße (vorne) soll einmal die neue Realschule Kemnath stehen. Im Hintergrund ist die Mehrzweckhalle zu sehen.
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