Kemnath
07.02.2021 - 13:26 Uhr

Heim-Unterricht an Kemnather Realschule klappt ziemlich gut

Der Distanzunterricht ist natürlich nicht der Wunschzustand für das bayerische Schulwesen - das ist auch an der Staatlichen Realschule Kemnath nicht anders. Doch die Schüler kommen damit offenbar gut zurecht.

In der Aula können sich die Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule - hier Schulleiter German Helgert (l.), 1. Konrektor Holger König und 2. Konrektorin Sandra Hering - gebündelt und sortiert ihre Materialien abholen, wenn es mit der Drucker zu Hause nicht klappt. Bild: stg
In der Aula können sich die Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Realschule - hier Schulleiter German Helgert (l.), 1. Konrektor Holger König und 2. Konrektorin Sandra Hering - gebündelt und sortiert ihre Materialien abholen, wenn es mit der Drucker zu Hause nicht klappt.

"Wir haben schon den Eindruck, dass er bei uns gut funktioniert", meint Schulleiter German Helgert. Das würden auch Rückmeldungen seitens der Eltern und des Elternbeirats bestätigen.

Zurückhaltend ist Helgert beim avisierten bayernweiten Wiedereinstieg in den Regelunterricht. "Ich denke, dass es da kein einheitliches Vorgehen in Bayern geben wird", sagt Helgert. Gerade in Regionen, wo man es mit hohen Inzidenzwerten zu tun habe, werde der Distanzunterricht wohl erst einmal weiterlaufen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Unterricht um jeden Preis geben wird", betont der Schulleiter auch mit Blick auf den Landkreis Tirschenreuth.

Das Hygienekonzept in der Realschule sei sehr umfangreich und habe sich auch bewährt, so dass man auf alle Fälle gut vorbereitet sei, wenn es wieder losgehe. Helgert gibt aber auch zu bedenken, dass es sinnvoll und wünschenswert sei, die Berufsfelder der Lehrer und Erzieher aufgrund der unzähligen Kontakte im Beruf bei den Priorisierungsstufen für Impfungen höher einzuordnen.

Nach regulärem Stundenplan

Mit Hilfe der zur Verfügung stehenden digitalen Kommunikationsmöglichkeiten - Teams, Big Blue Botton und Mebis - sei es an der Realschule möglich, einen Distanzunterricht nach dem regulären Stundenplan anzuhalten. Dies gelte auch für die Ganztagsklasse, deren Unterricht auch am Nachmittag stattfinde. "Es gibt eine klare Struktur im Ablauf des Schultages sowie in der einzelnen Stunde", erklärt Zweite Konrektorin Sandra Hering. Damit sei auch garantiert, dass niemand "verloren" gehe.

Die Materialen würden beispielsweise über Mebis bereitgestellt, wer zu Hause über keinen Drucker verfügt, kann diese auch gebündelt - nach Voranmeldung - einmal in der Woche abholen. Auch wurden die zur Verfügung stehenden Leihgeräte an die Schüler ausgegeben. Dazu werden die entsprechenden Kopien - sortiert nach Klassen und den jeweiligen Schülern - auf Tischen in der Aula ausgelegt, so dass die Abholung in wenigen Sekunden erledigt ist. "Etwa 100 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangsstufen nutzen dieses Angebot", weiß Hering. Zusätzlichen "Corona-Schutz" bietet dabei in der Aula ein High-Tech-Raumluftreiniger.

Beim Stoff im Soll

"Der Distanzunterricht ist natürlich für alle Beteiligten - Schüler, Lehrer und Eltern - eine große Herausforderung", unterstreicht Erster Konrektor Holger König. Beim Stoff liege man allerdings in der Jahresplanung. Im Laufe der vergangenen Wochen habe sich viel eingespielt, das merke man auch daran, dass die anfänglichen Nachfragen der Eltern deutlich zurückgegangen seien.

Bedauerlich sei, so Schulleiter Helgert, dass angesichts der aktuellen Corona-Lage die üblichen und gewohnten Informationsveranstaltungen für Eltern und Schüler zum Übertritt auf die Realschule nicht stattfinden können. "Da kann man natürlich auch viel über die Homepage machen, aber das ersetzt nicht den persönlichen Vor-Ort-Eindruck", sagt Helgert. Ziel wäre zumindest - sofern es die Lage irgendwann zulässt - Schulhausführungen für kleine Gruppen anzubieten.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Unterricht um jeden Preis geben wird"

Realschulrektor German Helgert

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Weiden in der Oberpfalz11.01.2021
 
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