05.07.2018 - 15:26 Uhr
KemnathOberpfalz

Heizung lässt Aktive schwitzen

Bei Arbeiten im Heizungsraum des BRK-Seniorenheims kommt es zu einer Verpuffung. Zwei Personen werden vermisst. Alles zum Glück nur eine Übung, die 30 Floriansjünger der Wehr absolvieren.

von Michael DenzProfil

(mde) Die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz beorderte die Feuerwehreinsatzkräfte der Kemnather Wehr zum BRK Seniorenwohn- und Pflegeheim in die Paul-Zeidler-Straße. Sie meldete ihnen einen Brandmeldeanlagen-Alarm. Bereits beim Eintreffen der ersten Aktiven war ein lauter Hilferuf zu hören. Die umfassende Erkundung und Lagefeststellung durch Zugführer Florian Braunreuther und Gruppenführer Christian Schmid ergab, dass es zu einem Brand im Heizungsraum des Untergeschosses gekommen sein muss. Mit Hilfe der Geschosspläne und der Feuerwehrlaufkarten planten sie erste taktische Einsatzmaßnahmen.

Die um Hilfe rufende Person hatte sich in einem Fluchtrettungsschacht in Sicherheit gebracht. Zu ihrer Betreuung stieg, aufgrund der unmittelbaren Nähe verqualmten „Brandraum“, ein Atemschutztrupp über eine Steckleiter in den rund fünf Meter tiefen Schacht hinab. Gleichzeitig begann unter der Leitung von Gruppenführer Gustav Zaloga ein Innenangriff durch eine Zugangstür im Untergeschoss des Gebäudes. Ein Atemschutztrupp, bestehend aus drei Einsatzkräften, verlegte die Schlauchleitung zum Heizungsraum. Zusammen mit einem weiteren Zwei-Mann-Trupp unter Atemschutz ging es zur Personensuche und Brandbekämpfung in den Heizungsraum.

Eine weitere Person, die Mitglieder der BRK-Bereitschaft Kemnath als „schwer verletztes Opfer“ geschminkt hatten, konnte zügig aus dem direkten Gefahrenbereich gebracht werden. Gleichzeitig lief im Außenbereich noch die Rettung der ebenfalls verletzten Person mittels einer Schleifkorbtrage und einem an der Drehleiter angebrachten Auf- und Abseilgerät. Nach der „Personenrettung“ und umfangreichem Absuchen der betroffenen und umliegenden Bereiche konnte schließlich mit einem Drucklüfter der mit Nebelmaschinen verqualmte „Brandraumes“ rauchfrei gemacht werden. Durch ein zweites C-Rohr konnte schließlich schnell „Feuer aus“ gemeldet werden.

Insgesamt waren zehn Atemschutzgeräteträger waren vor Ort. Auch eine taktische Einsatzleitung wurde eingerichtet. Hier kam, zusätzlich zum Kommandowagen, das Mehrzweckfahrzeug zum Einsatz. Neben der Erstellung von Lageplänen und Funkskizzen wurden der Einsatzablauf protokolliert und der -leiter durch die Bildung von Einsatzabschnitten unterstützt.

Nach dem Rückbau der Ausrüstungen und Gerätschaften ging es im Innenhof zur Abschlussbesprechung versammelt. Kommandant Peter Denz sprach einzelnen Tätigkeiten an und lobte die eifrige Teilnahme. Marco Filbinger, Michael Denz und Werner Weismeier vom „Team Brand“ hatten die Übung ausgearbeitet und vorbereitet.

Stellvertretende Einrichtungsleiterin Cäcilia Gerlang lobte den Ablauf der Übung in der Senioren- und Pflegeeinrichtung. Zur Stärkung und erhielten die Floriansjünger eine Brotzeit. Mitglieder der BRK-Bereitschaft sowie Mitarbeiter und Bewohner des Seniorenheimes hatten interessiert die Übung verfolgt. Ihnen erklärten die Aktiven die Ausrüstungsgegenstände wie die Wärmebildkamera und die Atemschutzgeräte erklärt. Nach rund drei Stunden konnte die Übung beendet werden.




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