17.01.2020 - 14:45 Uhr
KemnathOberpfalz

Hermann Schraml will auf den Rathaussessel

Unabhängig, erfahren, offen: Mit diesem Motto und vielen klaren Zielen geht Hermann Schraml für die Freien Wähler in die Wahlwerbung um das Bürgermeisteramt in Kemnath.

Hermann Schram, Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler, erläuterte, welche Themen er als Rathauschef aufgreifen würde.
von Externer BeitragProfil

Mit der gemeinsamen Auftaktveranstaltung zur Kommunalwahl 2020 eröffneten auch die Freien Wähler Kemnath ihre Wahlwerbung um das Bürgermeisteramt und die 20 Sitze im Stadtrat, teilt die Gruppierung mit. Bürgermeisterbewerber und amtierender Zweiter Rathauschef Hermann Schraml hieß nach musikalischen Einlagen der Kaibitzer Schloßbläser und Ansprachen von Landrat Wolfgang Lippert und Ely Eibisch die Zuhörer im vollbesetzten Foyer willkommen.

Ihnen erläuterte er seine Ziele und Motivation für das Amt als Stadtoberhaupt zu kandidieren. "Wir haben viele wichtige Projekte, die wir in den nächsten Jahren umsetzen wollen. Ich will mich mit aller Kraft für deren Verwirklichung einsetzen." Auf weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis setzt er beim Neubau der Realschule, den die Kommune auch mit notwendigen Erschließungsmaßnahmen, Umnutzung des alten Realschulgeländes und Neubau eines Sportzentrums zusammen mit dem Sportverein begleiten werde. Die Planung und Antrag auf Bezuschussung sollen 2020 erfolgen.

Eigentums- und Sozialwohnungen

"Nachdem sich seit Jahren nichts Wesentliches am Brauhausgelände getan hat, läuft nun ein Architektenwettbewerb. Ich stelle mir ein Hotel, Eigentums-, aber auch von der Genossenschaft oder der Stadt gebaute Sozialwohnungen auf diesem zentralen Grundstück vor, die mit Fernwärme versorgt werden", erklärte Schraml. Eine weitere Baustelle sei das ehemalige denkmalgeschützte Lenzbräu-Gelände, das umfassend saniert und zum Bürgerhaus umgebaut werden soll. Auch hier könnte ein Nahwärmenetz mit Anbindung von Rathaus, Spital und Altem Rathaus sinnvoll sein. Neben diesen Hochbauprojekten stehen mit der Erschließung des neuen Gewerbegebietes und neuer Wohnbaugebiete große Tiefbauvorhaben an.

Der Redner war sich sicher, dass das Thema erneuerbare Energien nach bisher erfolglosen Planungen energisch vorangetrieben werden müsse. Dies vor allem deshalb, weil Kemnath dem Energienetzwerk der OTH Amberg/Weiden angehöre, gute staatliche Förderungen zu erwarten seien und die Stadt ihren Waldbesitz als Rohstoff einbringen könne. Holz als Baustoff wäre auch für alle öffentlichen Bauten, so für die neue Kindertagesstätte in der Berndorfer Straße, sinnvoll. Gebaut werde jedoch aus Stein, bedauerte Schraml.

Breitband in drei Jahren überall

Die Dorferneuerung Löschwitz-Kaibitz ist laut Schraml in der Planungsphase, das Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehaus in Schönreuth entsteht, und an der Burganlage Waldeck wird weitergebaut. Mindestens noch drei Jahre müssen bisher noch unzureichend an das Breitbandnetz angeschlossene Anwesen auf schnelles Internet warten, da Kapazitäten fehlen. Im Hinblick auf die sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen von 13 Millionen Euro in 2019 (2017: 1,6 Millionen Euro) warnte er vor finanziellen Abenteuern und forderte Rücklagenbildung für magere Jahre.

"Ohne Parteizwänge fühle ich mich nur meinem Gewissen, dem Wohl und erfüllbaren Wünschen der Bürger der Stadt verpflichtet. Ich will daran arbeiten, für uns und die nächste Generation die Zukunft besser zu machen", versicherte Schraml. Offen bleiben gehe nur, wenn erneut eine Einparteienmehrheit verhindert werde und eine enge Zusammenarbeit des Bürgermeisters mit seinen Stellvertretern stattfinde.

Zu seiner Motivation erklärte er, dass es ihm Freude bereite, Menschen kennenzulernen, interessante Projekte zu begleiten sowie für Bürger und Kommune an einer positiven Zukunft mitzuarbeiten.

Ein vollbesetztes Foyer hörte Hermann Schram bei der Vorstellung seines Wahlprogramms zu.
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