18.09.2019 - 14:00 Uhr
KemnathOberpfalz

"Ho-Rüd'-Ho" für Jagdhunde

Das Tierwohl steht bei der Jagd und der Nachsuche bei Wildunfällen an erster Stelle. Dafür brauchen die Kemnather Waidmänner gut ausgebildete Jagdhunde.

Sieben Gespanne stellten sich im Hessenreuther Wald erfolgreich des Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde. Hinter den Teilnehmern lagen 15 Schulungstermine bei der Kreisgruppe Kemnath im Bayerischen Jagdverband.
von Hans RöschProfil

Mit dem Signal "Aufbruch zur Jagd", vorgetragen von den Kaibitzer Schloßbläsern im herbstlichen Hessenreuther Wald, begann die 56. Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde der Kreisgruppe Kemnath/Eschenbach im Bayerischen Jagdverband (BJV).

Der alte Jägerspruch: "Jagd ohne Hund ist Schund", bedeute durch Klimawandel mit Waldsterben auch für die Jäger eine weitere Herausforderung, erklärte der Vorsitzende der Kreisgruppe, Wolfgang Schinner. Das Tierwohl stehe bei der Jagd und Nachsuche bei Wildunfällen an erster Stelle. Er begrüßte Forstamtmann Hans Frisch vom Forstbetrieb Schnaittenbach, die ehrenamtlichen Ausbildern mit Lehrgangsleiter Andreas Schiedlowsky, Leopold, Hubert und Andy Mühlhofer, Markus Stopfer, die Hundeführern sowie die Richter-Obmänner Walter Biersack und Hans Rösch.

Nach 15 Wochen sehr guter fachlicher Vorbereitung stellten sich Werner Reichenberger mit Deutsch-Kurzhaar-Hündin Ora vom Moosbach, Christian Rauch mit dem Brandlbracken-Rüden Anton vom Maigehau, Paul Haberkorn mit dem Irisch-Setter-Rüden Eyecatcher Laoidheach of Wineyard, Markus Busch mit dem Rüden Birko vom Aurachtal, Heinrich Schultes mit dem Deutsch-Langhaar-Rüden Dior von der Hutteneiche, Egon Reger mit dem Deutschen-Wachtelhund-Rüden Benni von der Wolframslinde und Thomas Bauer mit dem Weimeraner-Rüden der Prüfung.

Schinner dankte allen, die zum Gelingen der für die Jagd wichtigen Ausbildung beigetragen haben. Er wünschte mit dem Hunderuf "Ho- Rüd'-Ho" eine erfolgreiche Prüfung. Das Wetter hatte den Vierbeinern nach der langen Trockenheit mit einem leichten Regen über Nacht für die 400 Meter langen Übernachtfährten optimale Bedingungen beschert. Geprüft wurden Verhalten am Stand, 300 Meter langes Haarwildschleppen, Federwildschleppen auf 150 Meter, Wasserarbeit und Schussfestigkeit. Dies alles legten die Gespanne mit Erfolg ab. Biersack und Rösch bescheinigten allen Vierbeinern die jagdliche Brauchbarkeit.

Bei der Schlussbesprechnung in Neustadt am Kulm bei Waidkamerad German Kühnet mahnte Hundeobmann Andreas Schiedlofsky ständiges Üben an. Nur dadurch sei man mit den Hunden immer für den Ernstfall gerüstet. Der Senior unter den Ausbildern, Leo Mühlhofer, ergänzte, dass auch ein Jagdhund von Zeit zu Zeit Streicheleinheiten brauche. Paul Haberkorn dankte den Ausbilderteam für die harmonischen und lehrreichen 15 Schulungstage und wünsche allen "Waidmanns Heil".

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