16.09.2019 - 13:53 Uhr
KemnathOberpfalz

Von Indien nach Kemnath

Einen hohen geistlichen Würdenträger empfing Resi Schenkl in ihrer Wohnung. Sie freute sich über das Wiedersehen mit Augustine Mulloor. Maria Bauer und Tochter Regina hatten den Pater mit dem Auto von Tettenwang nach Kemnath gefahren.

Interessiert blätterte Pater Augustine Mulloor in einem Buch von Papst Johannes Paul II., das er im Schrank von Resi Schenkl entdeckt hat.
von Josef ZaglmannProfil

"Vier Mal war der indische Pater bereits in Kemnath, das letzte Mal vor fünf Jahren", erzählte Resi Schenkl. Damals hatte Pater Augustine Mulloor seiner Gastgeberin eine Urkunde mit dem päpstlichen Siegel und ein Papstbild mitgebracht. Kennengelernt hat sie ihn, als sie Pfarrhaushälterin in Kastl war. In der dortigen Pfarrei hatte der indische Seelorger zwischen 1986 und 1990 die Urlaubsvertretung für den damaligen Pfarrer Otto Gebert übernommen.

Sieben Geschwister hat der hohe geistliche Würdenträger, zwei Brüder und fünf Schwestern. Vier Schwestern gehören wie er dem Karmeliterorden an, eine ist verheiratet. Seine große Familie ist schon seit mehreren Generationen katholisch. Nach der Priesterweihe in Indien studierte Mulloor am päpstlichen Bibelinstitut in Rom, um in seiner Heimat als Hochschullehrer unterrichten zu können. Um seinen Theologiestudenten das schwierige Studium zu erleichtern, hat er schon 31 theologische Bücher in englischer Sprache und in seiner Muttersprache verfasst. Sein Spezialgebiet ist die Bibelexegese, also die Wissenschaft von der Bibelauslegung.

"Trotz seiner umfassenden Bildung und Gelehrsamkeit ist aber ein einfacher und völlig unkomplizierter Mensch geblieben" waren sich Resi Schenkl und Maria Bauer einig. Von 2009 bis 2015 leitete der Pater das Priesterseminar in Kochi, der Hauptstadt des Bundesstaates Kerala im Südwesten von Indien. Seit 2009 ist er Vorsitzender des Rates des Karmeliterordens im Generalhaus in Rom.

Jetzt ist der sympathische Geistliche Provinzial des Karmeliterordens in der Provinz Kerala in Indien. In dieser Funktion ist er nun nach Deutschland gekommen. Er besucht die zwei Gemeinschaften der Karmeliter im Bistum Essen und in Siegburg bei Köln (Michaeliswerk). Daher konnte er nur wenige Stunden bei Schenkl bleiben. Bereits am Montag musste er in die Schweiz nach Basel weiterreisen.

Ob er noch einmal nach Kemnath kommt? Das konnte Mulloor zu seinem Bedauern nicht sagen. Resi Schenkl wäre überglücklich, wenn er sie noch einmal besuchen würde.

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