04.02.2019 - 14:04 Uhr
KemnathOberpfalz

Jubel, Trubel, Hochzeit

Büttenreden, Sketche und humoristische Einlagen - der Fortschauer Carneval-Club wusste, was das närrische Volk von einer Prunksitzung erwartet. Und doch gab es einen "Auftritt", mit dem zumindest Pamela Becher nicht gerechnet hatte.

von Josef ZaglmannProfil

Unter dem Motto "Das ganze Jahr nur Stress und Mist, gut, dass wieder Fasching ist" bot der Fortschauer Carneval-Club (FCC) am Samstag seinen Gästen von nah und fern ein abwechslungsreiches Programm. Das Prinzenpaar Prinz Andreas I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Nicole I. meisterten seine Auftritte in der Mehrzweckhalle mit Bravour.

Neben den Wortbeiträgen kamen auch die fantasievollen Kostüme der Tänzer und deren mitreißenden Einlagen bestens bei den Zuschauern an. Scheinbar schwerelos schwebten die Tanzmariechen der Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas und Schwarz-Weiß Bayreuth über die Bühne. Beim Sketch "Transportschwierigkeiten" war der begriffsstutzige Knecht Michel (Hilde Wolf) völlig unfähig, einen Auftrag seines Bauern (Sabine Wolf) auszuführen.

"In Kemnath, da geht was", meinte Bertram Dürrschmidt bei seiner Büttenrede, bei der einige Kommunalpolitiker und Parteien ihr Fett weg bekamen. Zwischen den Auftritten der FCC-Aktiven gab es immer wieder Erholungsphasen für die Lachmuskeln, in denen Walter Kobel zum Tanz aufspielte oder die Stimmung mit Witzen anheizte.

"Die kleinen Dinge des Lebens" besang Erika Scherm. Bertram Dürrschmidt begleitete sie auf seinem Akkordeon. Bei dem Sketch "Agentur für Arbeit" der Ebnather Sketchgruppe suchte Oberamtsrat Faulik verzweifelt nach einem geeigneten Bewerber für eine geplante Kemnather Vergnügungsstätte. Weder der Sauerkrauteinstampfer noch der Christbaumverkäufer, die Putzfrau Elfriede und Herr Mützeglatze erfüllten die Voraussetzungen.

Zuerst total überrascht, dann überglücklich war Pamela Becher, als ihr Rainer Seeharsch, einer der "Scherztabletten," auf offener Bühne einen Heiratsantrag machte. Zwischendurch verlieh Präsident Ronald Ott dem Kemnather Prinzenpaar den Faschingsorden des Fränkischen Fastnachtsverbandes.

Tränen lachten die Zuschauer beim Auftritt des fünfköpfigen Männerballetts aus Trevesen. Vor der zweiten Tanzpause rief Ott die Ehrengäste auf die Bühne, um ihnen den Faschingsorden zu verleihen. Dabei würdigten Landrat Wolfgang Lippert und Kemnaths zweiter Bürgermeister Hermann Schraml die Verdienste des FCC.

Etwas mit Lampenfieber hatte Bernhard Rahm bei seinem Soloauftritt als Bestatter und bei seinem Lied zum Mitsingen zu kämpfen. Deshalb gelangen ihm die Pointen nicht so gut wie er es sich erhofft hatte. Der krönende Abschluss war der Schautanz "Phoenix" von Phönix TuS Mitterteich. Viel Akrobatik und tolle Hebefiguren hatten die Tänzer in ihren Garde- und den Schautanz eingebaut. Schade, dass sie nach dieser Faschingssaison die Tanzschuhe an den Nagel hängen wollen.

Klasse waren auch die Tänze der Prinzengarde Schwarz-Weiß Bayreuth und der FG Marktredwitz-Dörflas. Michael Schiedlofsky (Ton) und Sebastian Scherm (Licht) sorgten für einen reibungslosen technischen Ablauf.

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