Kemnath
05.08.2019 - 16:08 Uhr

Kapitän mit 90

Viele Hände musste Max Neumann an seinem 90. Geburtstag schütteln. Dass er dafür immer noch die nötige Ausdauer hat, zeigen die vielfältigen Aktivitäten, die er noch immer ausübt.

Nicht nur Bürgermeister Werner Nickl und Stadtpfarrer Konrad Amschl (vorne stehend, vorne rechts), sondern auch Vertreter der Vereine und Familienangehörige gratulierten Max Neumann (sitzend) zu seinem 90. Geburtstag. Bild: jzk
Nicht nur Bürgermeister Werner Nickl und Stadtpfarrer Konrad Amschl (vorne stehend, vorne rechts), sondern auch Vertreter der Vereine und Familienangehörige gratulierten Max Neumann (sitzend) zu seinem 90. Geburtstag.

Alle Gäste bewunderten Max Neumann, mit welcher körperlichen und geistigen Fitness er seinen Ehrentag feierte - natürlich mit seinem Lieblingsgetränk. Der "Neumann Max", wie er respektvoll genannt wird, ist ein echtes Kemnather Urgestein. Er kam am 31. Juli 1929 in Kemnath als Sohn von Alois und Karolina Neumann zur Welt. Bei ihnen wuchs er mit seiner Schwester auf. Von 1935 bis 1943 besuchte der Jubilar in Kemnath die Schule, anschließend erlernte er in der Brauerei Bischofshof in Regensburg den Beruf des Brauers. Seine Meisterprüfung legte er in der Münchener Brauerei-Akademie Doemens ab. Lange Jahre war er Mitinhaber der Brauerei Neumann und Ponnath (Klosterbrauerei). "Das Bier schmeckt mir immer noch", versicherte er seinen Geburtstagsgästen.

Seine Ehefrau Hildegard lernte er bei einem Lehrerball im Weyhsaal in Kulmain kennen. Am 1. April 1959 läuteten in der Alten Kapelle in Regensburg die Hochzeitsglocken. Die Ehe war mit den Kindern Max-Peter, Thomas und Marieluise gesegnet. Dazu gehören nun auch die Enkelkinder Maximilian, Sebastian, Christina, Hannah, Sophia und Jakob zur Familie.

Neumann ist Mitglied in mehreren Vereinen. Er ist auch jetzt noch sehr fleißig und arbeitet viel in seinem "Klostergarten". Keine Arbeit sei ihm zu schwer, bestätigten seine beiden Söhne, die bei der Gartenarbeit kaum mit ihm mithalten konnten. Erholung findet er bei Kuraufenthalten in Bädern wie Bad Füssing.

An Pfingsten brach Neumann mit der Familie seiner Tochter Marieluise zu einem siebentägigen Segeltörn in die Ägäis auf. "Opa war der Steuermann am Ruder, die Enkelkinder Jakob und Sophia setzten die Segel", berichteten seine Kinder. Früher war Neumann auch ein leidenschaftlicher Skifahrer. "Aber das ist mir jetzt zu gefährlich." Der plötzliche Tod seiner geliebten Ehefrau im Vorjahr war ein schwerer Schicksalsschlag für ihn, den er auch heute noch nicht überwunden hat. Fast 60 Jahre waren die beiden glücklich miteinander verheiratet. Täglich besucht er ihr Grab auf dem Kemnather Friedhof. Liebevoll pflegt er die prachtvollen Rosen an seinem Haus.

Bürgermeister Werner Nickl gratulierte dem Jubilar persönlich, ebenso Stadtpfarrer Konrad Amschl. Die Marianische Männerkongregation vertrat Paul Völkl. Von der Feuerwehr Kemnath machte Roman Schäffler dem Jubilar seine Aufwartung. Siegfried Schiedlofsky und Alois Bayer von der Liedertafel Kemnath stimmten ein Geburtstagslied an.

Ihr Vater sei ein Familienmensch, wussten seine Kinder. Deshalb wurde auch nur im engsten Kreis mit Mittagessen im Gasthaus Schrembs in Waldeck gefeiert.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.