02.12.2019 - 15:47 Uhr
KemnathOberpfalz

Mit Kasimir nach Bethlehem

Die Kinder erfahren im Familiengottedienst in Kemnath von der Reise des Esels mit Maria und Josef.

Pfarrer Thomas Kraus freute sich, dass so viele Kinder mit ihren Eltern zum adventlichen Kinderwortgottesdienst in die Stadtpfarrkirche gekommen waren.
von Josef ZaglmannProfil

"Esel Kasimir geht auf die Reise" war das Thema des Kinderwortgottesdienstes am Tag vor dem ersten Adventssonntag in der Stadtpfarrkirche. "Noch brennt keine Kerze an der Adventswurzel neben dem Volksaltar", bemerkten die Kinder. "Wer mag die erste Kerze anzünden?", fragte Gemeindereferent Jochen Gößl die Buben und Mädchen. "Guter Gott, die Kleinen sind dir nicht zu klein, die Großen nicht zu groß", beteten sie, als sie sich mit ihren Eltern im Altarraum versammelt hatten.

Dann hörten sie gespannt zu, was der Esel Kasimir zu erzählen hatte. "Josef, mein Herr, seine schwangere Verlobte Maria und ich gehen nach Bethlehem", freute er sich. Für die Reise gaben ihm die Kinder eine Satteldecke, Heu und Zügel mit. Aus der Bibel las Pfarrer Thomas Kraus das Evangelium vor. Darin berichtete der Apostel Lukas, warum Maria und Josef nach Bethlehem reisen mussten. "In Bethlehem lebten die Eltern und die Großeltern von Josef, es ist seine Geburtsstadt", erfuhren die Kinder. Der Kaiser will wissen, wie viele Menschen in seinem Land leben. Deshalb sollen alle in ihrer Geburtsstadt gezählt werden. "Unsere Bibel legen wir immer an einen schönen Ort und sind schon gespannt, was wir das nächste Mal darin lesen", sagte der Geistliche. Zu dem gemeinsamen Lied "Mache dich auf und werde Licht", machten die Kinder einfache Bewegungen.

"Lieber Gott, wir bitten dich für alle Menschen, die auf der Flucht sind" und "Wir bitten dich für alle Menschen, denen es schlechter geht als uns" waren zwei der vier Fürbitten, die Kinder vortrugen. "In der Adventszeit wollen wir aufpassen und spüren, wenn andere unsere Hilfe brauchen und so wie Maria, Josef und Kasimir losgehen und aufeinander zugehen", betete der Geistliche. "Wir wollen heute das Vater-unser-Gebet nicht nur sprechen, sondern uns dazu auch bewegen", forderte Gößl alle auf. "Der Weg von Kasimir dauert noch vier Wochen", gab er bekannt. An jedem Sonntag um 10.30 Uhr sind die Kinder eingeladen, wieder in die Kirche zu kommen und zu hören, wie der Weg weitergeht. An Heiligabend steht um halb drei die Heiligabendandacht für Familien mit kleinen Kindern an. "Schön, wenn wir uns dann wiedersehen", sagte Gößl.

Mit dem Schlusslied "Gottes Liebe ist so wunderbar", das Maria Schwödiauer auf dem E-Piano begleitete, endete der Kinderwortgottesdienst. Mit einem gemütlichen Beisammensein im Pfarrheim bei Glühwein, Lebkuchen und etwas zum Malen klang der adventliche Nachmittag aus.

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