05.11.2019 - 16:11 Uhr
KemnathOberpfalz

Kein Tag der Trauer, sondern der Hoffnung

Warum Allerseelen jetzt und nicht zu einer anderem Jahreszeit gefeiert wird, erklärte Gemeindereferent Jochen Gößl den Kemnather Gläubigen.

von Josef ZaglmannProfil

"Das Fest Allerseelen feiern wir nicht im Hochsommer, sondern dann, wenn wir den Übergang vom Licht zum Dunkel am stärksten wahrnehmen und wenn wird dankbar für jede Stunde des Tages sind, die Licht bringt." Mit diesen Worten führte Gemeindereferent Jochen Gößl in der Allerseelenandacht in der Friedhofskirche aus.

An Allerseelen werden die Gräber geschmückt. Es sei ein Tag, an dem die Angehörigen besonders an ihre Verstorbenen denken. Jedoch solle es "kein trauriger Tag sein", denn er werde in der Hoffnung gefeiert, dass die "Verstorbenen und einst auch wir mit Christus auferstehen".

Das von Pfarrer Thomas Kraus vorgetragene Evangelium handelte von der Auferweckung des Lazarus'. "Bei fast allen Festen verwenden wir Kerzen", erklärte Gößl, so Geburtstags-, Advents-, Tauf-, Weihnachts-, Tisch- und Erstkommunionkerze, eine Kerze für ein Ehejubiläum und eine Grabkerze. Zum besseren Verständnis trug er ein Gedicht vor, in dem Hartmut Kulick eine Kerze mit dem menschlichen Körper vergleicht. "Allerseelen ist genau das Bild einer Kerze", betonte er: Das Leben komme und vergehe. Aber bei den Menschen sei das anders. Auferstehung und ewiges Leben seien etwas, das man nicht wirklich erklären könne.

Die Lieder "Wir sind nur Gast auf Erden", "Von guten Mächten wunderbar geborgen", "Ein Licht leuchtet auf" und "Du bist das Licht der Welt" begleitete Josef Zaglmann auf der Orgel. Nach dem Vaterunser und dem priesterlichen Segen entzündete jeder eine Kerze und stellte sich zu einer Kerzenprozession auf, die sich durch den Friedhof bewegte.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.