20.02.2020 - 12:11 Uhr
KemnathOberpfalz

Keine Angst vor der Pflegeberatung

Jessica Birke (stehend) berichtete beim Seniorenclub über ihre Erfahrungen als Pflegeberaterin. Rechts von ihr sitzen Quartiermanagerin Stefanie Bayer und Seniorenbeauftrager Franz Schwemmer.
von Josef ZaglmannProfil

Was sich hinter dem Begriff "Pflegeberatung" verbirgt, erklärte Jessica Birke beim Seniorenclub im Gasthof Kormann. Die Mitarbeiterin der Compass Private Pflegeberatung erläuterte, dass es seit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs statt Pflegestufen fünf -grade gebe. Dafür werden sechs Module hinsichtlich Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten betrachtet: Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen sowie Belastungen und Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Anhand von Fallbeispielen zeigte Birke auf, was der Gutachter während eines Hausbesuches macht, wie das Begutachtungsverfahren abläuft und wie das -gespräch nachbereitet wird. Ein Pflegeprotokoll sei ratsam, Arzt- und Krankenhausberichte sowie Medikamente sollten vorgelegt werden. Nicht notwendig, aber empfehlenswert sei die Anwesenheit von Partnern, Kindern oder anderen vertrauten Personen. "Manchmal stellen Senioren beim Begutachtungsgespräch aus falscher Scham ihre Situation besser dar als sie in Wirklichkeit ist", gab Birke zu bedenken.

Anhand eines Pflegeprotokolls klärte sie weitere Fragen. Quartiermanagerin Stefanie Bayer vom Leben plus ergänzte ihre Antworten und berichtete aus ihrer Erfahrung. "Es gibt auch eine telefonische Pflegeberatung, die bundesweit gebührenfrei ist" , wusste die Expertin.

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