07.10.2021 - 11:51 Uhr
KemnathOberpfalz

In Kemnath Diskussion über Demokratie und Zusammenhalt

Die Volkshochschule Tirschenreuth und das Netzwerk Inklusion hatten zur "Langen Nacht der Demokratie" eingeladen.

Das internationale Erzählcafé im Rahmen der "Langen Nacht der Demokratie" ging im Foyer der Kemnather Mehrzweckhalle über die Bühne.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Die bayernweite "Lange Nacht der Demokratie" ging auch im Landkreis Tirschenreuth über die Bühne: Zu einem "Internationalen Erzählcafé" hatten die Volkshochschule und das Netzwerk Inklusion ins Foyer der Mehrzweckhalle Kemnath eingeladen. Das Thema des Abends lautete "Zusammenhalt unserer Gesellschaft in Europa".

Im Mittelpunkt des Erzählcafés standen Fragen des Demokratieverständnisses, des lebendigen Zusammenhalts und auch der Grenzen in und um Europa im Zeitvergleich. Dazu versammelten sich die Teilnehmer zu zwei Tischrunden, in denen jeweils 30 Minuten lang ausgetauscht wurde. Dass daraus sehr angeregte Unterhaltungen wurden, war auch der Besetzung der beiden Runden zu verdanken: Mit dabei waren Landrat a.D. Karl Haberkorn, die Bürgermeister a.D. Werner Nickl (Kemnath), Albert Köstler (Bad Neualbenreuth) und Herbert Bauer (Falkenberg) sowie Aktive in der grenzüberschreitenden Arbeit, wie René Milfait (EJF) aus Tschechien , Monika Uhle (Projekt Selb23) und Ingrid Leser (Bärnau). Für einen besonderen Blickwinkel sorgten die Berichte der geflüchteten Familie Humbatov aus Aserbaidschan, der Familie Hamza aus dem Irak sowie der Brüder Abrahamyan aus Armenien. Diskutierte Aspekte waren etwa, wie neue Nationalismen die Demokratie schwächen und welche Legitimität bestehe, um Grenzen zu schaffen in Zeiten der Globalisierung und immer stärker werdenden Verwebungen. Angesprochen wurden auch Themen wie das Heimweh nach Menschen und Orten und eben nicht nach Regimen. Auch wurde klar, dass eine eigene oder eine familiäre Migrationserfahrung - ob ausgesprochen oder unausgesprochen - ein Türöffner zu anderen sein kann. Einigkeit herrschte beim Wesen der Demokratie, welches sich durch Menschenrechte, freie Meinungsäußerung, Gleichheit der Menschen, gegenseitige Hilfe und Achtsamkeit, Mitwirkung, keine Diskriminierung und dem allen Menschen innewohnende Wunsch nach Freiheit auszeichne.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der internationale Rezeptefächer der Kommunalen Jugendarbeit vorgestellt, der von Gerichten wie Tabouleh und Bortsch-Suppe über Kichererbsen-Bratlinge und gefüllte Blini bis hin zu Piroggen und Sabbat-Schoko-Kekse reichte. Durch den Abend führten die Moderatorinnen Angelika Schraml (vhs) und Christina Ponader (Netzwerk Inklusion).

 

 

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