19.10.2020 - 14:22 Uhr
KemnathOberpfalz

Kemnather Floriansjünger beweisen Präzision bei der Befreiung aus Fahrzeug

Auf einer Straße kommt es zu einem Verkehrsunfall. Im Fahrzeug ist eine Person hinterm Steuer eingeklemmt. Nach der Lageerkundung und Rücksprache mit dem Rettungsdienst steht fest: Die Person muss von der Feuerwehr befreit werden.

In der ersten Gruppe absolvierten Theresa Sticht als Gruppenführerin die Stufe fünf und Lukas Haberkorn als Maschinist die Stufe zwei. Angriffstruppführer Manuel Scharf, Angriffstruppfrau Sabrina Schmid, Wassertruppführer Samuel Kausler und Wassertruppmann Fabian Wöhrl sowie Luca Spörl als Schlauchtruppmann nahmen erstmals am Leistungsabzeichen (Stufe eins) der Technischen Hilfeleistung teil. Ersatzteilnehmer waren Stefan Koller und Thomas Daubitz.
von Michael DenzProfil

So lautete das Szenario, dem sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr bei der Leistungsprüfung "Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz" zu stellen hatten. Die neunköpfige Gruppe hatte binnen vier Minuten alle gefallenen Befehle abzuarbeiten. Während der Maschinist die Einsatzstelle mit dem Lichtmast ausleuchtete, die Feuerlöschkreiselpumpe und den Stromerzeuger startete und bei der Geräteentnahme den Trupps behilflich war, betreute der Melder die eingeklemmte Person und leitete Erste-Hilfe-Maßnahmen ein.

Währenddessen stellte der Wassertrupp die Verkehrsabsicherung auf und den Brandschutz mit C-Rohr und tragbarem Löschgerät sicher. Der Angriffs- und Schlauchtrupp legten die Gerätschaften und Hilfsmittel bereit. Damit die Personenbefreiung erschütterungsfrei erfolgen konnte, wurde das Fahrzeug auf der Fahrer- und Beifahrerseite unterbaut, ehe der Angriffstrupp mit den schweren Rettungsgeräten – hydraulischer Rettungsschere und -spreizer – vorging.

Nachdem bei der Leistungsprüfung die sichere Führung von Spreizer und Schneidgerät demonstriert worden war, endete mit der Rückmeldung des Gruppenführers "Person befreit und an Rettungsdienst übergeben" die Zeitmessung. Im Vorfeld waren bei den Teilnehmern der Leistungsprüfung in den Stufen zwei bis sechs "Truppaufgaben" abgefragt worden. Während der Truppführer die Einsatzgrundsätze und -möglichkeiten sowie Unfallschutzmaßnahmen erklärte, führte der Truppmann diese vor.

Als Schiedsrichter fungierten die Kreisbrandmeister Florian Braunreuther, Alois Schindler und Peter Prechtl. "Wir konnten keine Fehler feststellen. Dies zeugt von eurer persönlichen Einstellung, als auch einer fehlerfreien und routinierten Zusammenarbeit in der Gruppe, in der Feuerwehr", resümierte Prechtl. In der gezeigten Leistung sah auch Schindler ein "Zeugnis eurer Leistungsfähigkeit, Handlungssicherheit und Präzision". Braunreuther hob das vorhandene Wissen und die die dargelegte Schnelligkeit hervor. "Ihr habt zügig und sauber gearbeitet."

Gruppenführer Peter Kreuzer absolvierte in der zweiten Gruppe die Stufe fünf, Maschinist Marco die Stufe vier. Das goldene Leistungsabzeichen in der Stufe drei erhielten Florian Popp-Einert (Schlauchtruppmann) und Nick Danowski (Wassertruppmann), das Abzeichen der Stufe vier Angriffstruppmann Maximilian Heser, Melderin Christina Schmid und Wassertruppführer Thomas Daubitz. Stufe fünf war es bei Angriffstruppführer Marco Schäffler, Endstufe in Gold-Rot bei Michael Siebenweiber als Schlauchtruppführer.
Hintergrund:

Feuerwehrdienst nur mit Maske

Ein Plus an Arbeit gab es für die Verantwortlichen und Ausbilder der Feuerwehr. „Oberstes Gebot sind der Infektionsschutz, unsere Gesundheit und der Erhalt der Einsatzbereitschaft“, sagte stellvertretender Kommandant Alfred Vogel. Daher liefen alle Übungen und die Abnahme der Leistungsprüfung mit Maske, Abstand und unter Beachtung der Hygieneregeln ab. Um im Falle eines Infektionsfalls schnell und konkret handeln zu können, wurden feste Gruppen eingeteilt.

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