29.07.2020 - 15:20 Uhr
KemnathOberpfalz

Kemnather Ritterbund gedenkt im kleinen Kreis seinem 100. Gründungstag

Groß wollten die Recken des Ritterbundes Waldeckh zue Kemnatha feiern. Für heuer stand dessen 100-jähriges Bestehen im Kalender. Doch dann kam die Coronakrise Auf ein Fest sollte dennoch nicht verzichtet werden.

Bürgermeister Roman Schäffler (links) sowie die Ehrengroßmeister Ottokar von Heydegg und Rüdiger von Schönfeld (Vierter und Fünfter von rechts) feierten mit den Recken um Großmeister Werner von Podewils (Dritter von rechts) das Jubiläum des Ritterbundes.
von Hans LukasProfil

Die Feierlichkeiten zum 100. Ritterbund-Jubiläum fielen kleiner aus als geplant. Aus der vorgesehenen größeren Veranstaltung machten die Recken des Ritterbund Waldeckh zue Kemenatha einen Sassenabend. Um den besonderen Regeln der Pandemie gerecht zu werden, hatten sie den Kreis der Teilnehmer beschränkt und das Fest ins Freie vor die Burgh auf der Feyhöhe verlegt. Als Sonnen- und Regenschutz diente ihr Zelt. So konnten ohne Probleme die Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden.

Großmeister Werner von Podewils (Werner Ponnath) konnte dazu besonders den stellvertretenden Hochmeister des Deutschen Ritterbundes und Ehrengroßmeister der Waldeckher, Ottokar von Heydegg aus Nürnberg, begrüßen. Auch der weitere Ehrengroßmeister Rüdiger von Schönfeld aus Wien und Ehrensasse Wolfgang Christ waren gekommen, ebenso Kemnaths Bürgermeister Roman Schäffler. Dieser wies in einem Grußwort auf die besondere Bedeutung des Ritterbundes in der Bürgerschaft hin. Er wünschte den Recken weiterhin viel Erfolg und dass sie den 100. "Geburtstag" zu einem späteren Zeitpunkt nachholen können.

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Ehrensasse Wolfgang Christ übergab dem Bund einen Ordner mit alten Unterlagen, die sein Schwiegervater Bertl von Drachenfels und dessen Burgfrau Marlies (beide sind bereits verstorben) gesammelt hatten. Das wertvollste Stück ist dabei die original Handabschrift der Urkunde, die beim Bau der Burgh mit eingemauert wurde.

Zu Leckerem vom Rost reichte der Pantscher den süffigen Bernsteinzoigl sowie lieblichen Rebensaft. Diesen prüfte Kellermeister Josefus von Obernburg (Josef Ponnath) und übergab ihn dem Prior Friedrich von Waldershof (Pfarrer Sven Grillmeier) zur Humpenweihe. Auf Geheiß des Großmeisters Werner von Podewils verlas Kanzler Sebastian Graf von Reichenbach-Goschütz (Sebastian Wolf) den Burgh- und Bannfrieden. Mit einem kräftigen "Wacker allzeit" stießen die Recken schließlich auf das Gründungsfest an.

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