30.12.2020 - 10:32 Uhr
KemnathOberpfalz

Auf Kemnaths Straßen: Winterdienstfahrzeug streut Salz und verliert Öl

Nicht nur Salz brachte ein Winterdienstfahrzeug am Dienstag auf den Straßen in Kemnath auf: Zweimal waren 20 Feuerwehreinsatzkräfte für zwei Stunden im Ölwehreinsatz.

Die nasse Fahrbahn und fahrende Fahrzeuge begünstigten bis zum Einsatz der Kräfte die Verteilung des Ölfilms auf den Straßen.
von Michael DenzProfil

Eigentlich sollte das Winterdienstfahrzeug für sichere Straßen im Kemnather Stadtgebiet sorgen. Doch zusätzlich zum Streusalz brachte der Radlader auch Öl auf die Fahrbahnen auf. Das sorgte für rutschige Straßenverhältnisse. Es bestand an vielen Stellen erhöhte Unfallgefahr durch die mit Öl verschmutzten Wege. Gegen 11.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle (ILS) am Dienstag die Einsatzkräfte der Feuerwehr Kemnath. Mehrere aufmerksame Bürger hatten die mit Öl verschmutzten Straßen bemerkt und gemeldet. „Haupteinsatzort“ war hierbei der Kemnather Süden: In der Werner-von-Siemens-Straße, der Anzenstein- und Fichtelgebirgsstraße sowie der Hohe Straße und in angrenzenden Straßenbereichen war die Fahrbahn massiv verunreinigt.

Begünstigt durch die nassen Straßen und den fließenden Verkehr verteilte sich der Ölfilm an manchen Stellen über die gesamte Straßenbreite. Besondere Gefahr bestand in Kurven und an Kreuzungen. Die rund 20 Feuerwehrleute sicherten die Gefahrenbereiche ab, brachten Bindemittel auf und sorgten somit wieder für sichere Straßenverhältnisse. Erst nach rund zwei Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

Anfang Dezember sorgte ein Bagger in Kemnath für rutschige Straßen

Kemnath

Weitere Meldungen zu mit Öl verunreinigten Straßen gingen am Dienstagnachmittag ein - die ILS löste wieder Alarm für die Einsatzkräfte der Kemnather Feuerwehr aus: Gegen 14.30 Uhr rückten erneut mehr als 20 Feuerwehrleute zum Ölwehreinsatz im Stadtgebiet aus. Auf seiner weiteren Tour hatte der Radlader schließlich auch hier nicht nur Streusalz aufgebracht, sondern auch Öl auf den nassen Straßen verloren.

Hierbei waren zudem auch Straßenbereiche in Altstadtnähe, unter anderem der Weihergraben, betroffen. Aber auch im Kemnather Süden waren weitere Wege, darunter die Armesbergstraße, massiv mit Öl verschmutzt. In Zusammenarbeit mit Mitarbeitern des städtischen Bauhofs brachten die Floriansjünger Warnschilder an etlichen Stellen im Kemnather Stadtgebiet an.

„Es wurden alle verfügbaren Schilder des Bauhofs und der Feuerwehr aufgestellt“, heißt es von Seiten der Feuerwehr. Auch vor Ort war jeweils eine Streife der Kemnather Polizeiinspektion. „Insgesamt wurden über 30 Säcke Ölbindemittel verbraucht“, teilt die Kemnather Feuerwehr mit Blick auf das Ausmaß der Ölverunreinigungen mit.

Über eine erfreuliche Aufmerksamkeit konnten sich die Feuerwehrleute beim Einsatz dennoch freuen: Anwohner versorgten die Einsatzkräfte mit Weihnachtsplätzchen. Auch der Einsatz am Nachmittag, wozu sechs Einsatzfahrzeuge ausgerückt waren, hatte zwei Stunden angedauert.

Teilweise war die gesamte Straße, wie hier im Weihergraben, mit Öl verschmutzt. Ein Winterdienstfahrzeug hatte dieses beim Aufbringen von Streusalz verloren.
Viel Ölbindemittel war am Dienstag in Kemnath nötig, um die Straßen wieder sicher befahrbar zu machen.

 

 

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