22.03.2019 - 12:30 Uhr
KemnathOberpfalz

Die Kinderlein kommen

Die Stadt Kemnath unterscheidet sich nicht nur in einem Punkt von anderen Gemeinden im Landkreis Tirschenreuth. Das zeigte der Vortrag von Bürgermeister Werner Nickl in der Bürgerversammlung für Senioren.

Viel Zeit nimmt sich Bürgermeister Werner Nickl (rechts) beim Seniorenclub für die Information der älteren Bürger.
von Josef ZaglmannProfil

"Im Gegensatz zu anderen Städten im Landkreis wächst die Einwohnerzahl von Kemnath ständig", freute sich Bürgermeister Werner Nickl. 5507 Einwohner seien es derzeit.

Der Rathauschef hatte beim Seniorenclub im Gasthof Kormann zu einer Bürgerversammlung für Senioren eingeladen. Diese verfolgten mit großem Interesse seine Ausführungen, die er mit einer Powerpoint-Präsentation veranschaulichte.

Nickl freute sich aber nicht nur über die positive Bevölkerungsentwicklung. Die Kindertagesstätte platze aus allen Nähten. "Heuer haben wir schon wieder 260 Anmeldungen für den Kindergarten, den Kinderhort und die Kinderkrippe." Wegen der momentanen Raumnot müsse ab September eine Kindergartengruppe im Pfarrheim untergebracht werden. Um auch in Zukunft Betreuungsplätze zu sichern, sei ein Neubau für zwei Kindergarten- und zwei Hortgruppen an der Berndorfer Straße dringend notwendig.

"Auf diesem Areal tut sich in nächster Zeit allerhand" verriet Nickl. Am sogenannten Neumannbergl werde die Realschule neu gebaut. Im Zuge der Gewerbeoffensive müsse in der Nähe ein neues Industrie- und Gewerbegebiet erschlossen werden. Weil der Bauboom in Kemnath unverändert anhalte, brauche es auch die Ausweisung eines neuen Baugebiets. Auf dem ehemaligen Memmel-Gelände entstehe eine neue Wohnanlage.

Mit den Bauten von SeniVita "Hinter dem Kloster" und der Erweiterung des BRK-Seniorenzentrums "Haus Falkenstein" sind weitere Angebote für ein seniorengerechtes Wohnen geschaffen worden. "Die Stadt Kemnath unterstützt diese Bauvorhaben, weil in Kemnath für betreutes Wohnen und vor allem auch Kurzzeit- und Tagespflege in hohem Maße Bedarf besteht."

In Wort und Bild informierte der Bürgermeister über die zwölf großen Baumaßnahmen, die 2018 angepackt wurden. Auch auf die Investitionen und Planungen für das laufende Jahr ging er näher ein. "Das E-Baxi (KEM-Baxi) könnte noch besser genutzt werden." Die Stadtverwaltung müsse immer umfangreichere Aufgaben bewältigen. Deshalb seien zwei neue Mitarbeiter eingestellt worden.

Nach seinen aktuellen Informationen nahm er noch Wünsche und Anregungen der Senioren entgegen. Diese wollten wissen, warum sie als Kemnather Bürger bei der Anlieferung für die Grüngutabfälle zahlen müssen.

Nicht nur bei den Bürgern, sondern auch bei Nickl sorgen die manchmal fehlenden Gelben Säcke immer wieder für großen Ärger. "Die Stadt kann nichts dafür", versicherte er. Auch das Hundekot-Problem kam zur Sprache. "Ab Montag, 25. März, zieht die Stadtverwaltung in das sanierte Rathausgebäude auf dem Stadtplatz um", gab Nickl bekannt. Beim Tag der offenen Tür am 11. Mai sei die Bevölkerung zur Besichtigung eingeladen. Möglicherwiese haben die Senioren vorab Gelegenheit dazu.

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