17.01.2019 - 15:04 Uhr
KemnathOberpfalz

Kostenlose Beratung

Eine von 500 Beratungsstellen der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung ist seit kurzem in Kemnath. Andrea Wiedel erzählt, was wichtig ist.

„Unsere Beratung erfolgt auf der Grundlage der individuellen Lebenssituation und sie richtet sich nach den persönlichen Bedürfnissen und Fragestellungen“ betont Andrea Wiedel.
von Josef ZaglmannProfil

"Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) unterstützt und berät Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen, aber auch deren Angehörige bundesweit zu Fragen der Rehabilitation und Teilhabe", erklärte Andrea Wiedel beim Seniorenclub im Gasthof Kormann. Nach der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetztes vor gut einem Jahr wurden bundesweit über 500 Beratungsstellen geschaffen, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales jährlich mit 55 Millionen Euro finanziert werden. Das Bundesteilhabegesetz ist die gesetzliche Grundlage für dieses neue Beratungsangebot.

Diese Teilhabeberatung erfolgt zusätzlich zu den Beratungen der Rehabilitationsträger. Das bisherige Beratungssystem wird ergänzt. "Das ist eine von Leistungsträgern unabhängige Beratung, die nichts kostet", betonte die Juristin, die zehn Jahre lang als juristische Beraterin tätig war. Sie engagiert sich ehrenamtlich für Alleinerziehende und Menschen mit seelischen Erkrankungen. Ihr Buch "Zuhören als Geschenk" erscheint Ende dieses Jahres.

Die Beratungspraxis umfasst Eltern mit Kindern (Sehgerät, Schul-Laptop, Schulbegleitung, behindertengerechtes Testament), Erwachsene (Ärger mit dem Jobcenter, Anerkennung von psychischen Erkrankungen, berufliche Integration, Entlastung von Alleinerziehenden mit Behinderung durch Kinderbetreuung) und Senioren (Hilfe zur Pflege, Anrechnung des Vermögens von Ehepartner und Kindern). "Die EUTB sagt Ihnen, wo Sie Geld bekommen können und was Sie dafür machen müssen. Sie hilft Ihnen, selber zu entscheiden, findet heraus, was für Sie wichtig ist und hilft Ihnen, sich zurecht zu finden." Vor Gericht helfe die EUTB nicht.

Der Leitsatz "Eine für Alle" ist für die Fachstellen das Ziel und Anlaufstellen für alle Menschen anzubieten. Egal ob ein Mensch eine Seheinschränkung oder eine Hörbehinderung hat oder ob er auf den Rollstuhl angewiesen ist - die Beratung muss für jeden Einzelnen ohne Einschränkung ausgeführt werden. In Kemnath hat Wiedel an jedem ersten und dritten Montag im Monat von 9 bis 13 Uhr Sprechstunde im Sozialteam OASE (Wunsiedler Straße).

Die Expertin beantwortete Fragen und nahm sich für individuelle Beratungen Zeit. Seniorenbeauftragter Franz Schwemmer bedankte sich mit einem Präsent.

„Unsere Beratung erfolgt auf der Grundlage der individuellen Lebenssituation und sie richtet sich nach den persönlichen Bedürfnissen und Fragestellungen“ betont Andrea Wiedel.
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