14.10.2020 - 16:51 Uhr
KemnathOberpfalz

Lenz-Bräu in Kemnath bekommt Gestalt

Die Planungen für den Umbau und die Sanierung des "Lenz-Bräu" zum interkulturellen Familien- und Bürgerhaus in Kemnath schreiten voran. Den aktuellen Stand erläuterte Architekt Gábor Freivogel in der jüngsten Sitzung des Stadtrats.

Das Gebäude links des Lenz-Anwesens befindet sich mittlerweile im Eigentum der Stadt und wird wahrscheinlich abgebrochen.
von Holger Stiegler (STG)Profil

Einhellig sprach sich der Kemnather Stadtrat grundsätzlich dafür aus, den Weg bezüglich der Sanierung des Lenz-Bräu-Anwesens weiterzugehen. Ausführlich hatte Architekt Gábor Freivogel zuvor die künftige Nutzung des Gebäudes dargelegt.

Breiten Platz werden darin das Familienzentrum Mittendrin sowie die Stadtbücherei mit den entsprechend großzügigen Räumlichkeiten einnehmen. Vorgesehen ist darüber hinaus ein Vortragssaal inklusive Bühne. Dass die Stadt das benachbarte "Scharf"-Haus erworben habe, sei, so der Architekt, ein großer Vorteil. Dieses müsste allerdings abgebrochen werden, da aufgrund der festgestellten Nässe sich eine Sanierung nicht lohne.

Bauantrag bis Jahresende

In dem neu zur Verfügung stehenden Platz könnten man beispielsweise Toiletten und auch eine neu in die Planung aufgenommene "Hausmeister-Wohnung" unterbringen. Freivogel erläuterte, dass man bis Mitte November die erste Ausschreibung zum Rückbau des Lenz-Anwesens fertig haben wolle, bis Ende des Jahres 2020 sollte dann der Bauantrag eingereicht werden.

Die Bewilligung des Projekts sollte dann bis Mitte 2021 vorliegen, Projektende sollte Mitte 2023 sein. Mit Blick auf die Detailplanung bezüglich Fenster und Türen befinde man sich in der Diskussion mit der Denkmalschutzbehörde. "Endgültige Detail stehen erst fest, wenn der Rückbau abgeschlossen ist", erklärte Freivogel.

Auch an anderer Stelle im Stadtgebiet wird es bald zu Veränderungen kommen

Kemnath

Eine kurze Diskussion entbrannte an der Frage nach der Anzahl der geplanten Parkplätze, die von Jutta Deiml (SPD) aufgeworfen wurde. "So wenig wie möglich", sagte Freivogel. Eventuell seien fünf bis sechs Parkmöglichkeiten planbar, mehr sei aufgrund der beengten Zufahrt zu den Parkplätzen, aber auch wegen der vorgesehenen Grünflächen beim Lenz-Bräu nicht sinnvoll. "Besucher müssen damit rechnen, dass sie wo anders parken", meinte der Architekt.

Parkhaus in der Nähe

Deiml entgegnete, dass sie ja nicht von 70 Parkplätzen ausgehe, allerdings 25 schon sinnvoll seien - "allein um bei Regen oder Schnee mit dem Kindersitz zum Familienzentrum zu kommen". Diese Einschätzung wurde allerdings kaum geteilt: So wurde auf die weiteren Parkplätze am Rathausplatz verwiesen, Stefan Prechtl (CSU) konnte sich zumindest rund zwölf Parkplätze vorstellen, und Heidrun Schelzke-Deubzer (Grüne) verwies darauf, dass ja auch Planungen für ein Parkhaus vorgesehen seien, von dem fußläufig das künftige Familienzentrum zu erreichen sei.

Räte stimmen zu

Die Parkplatz-Diskussion dürfte in der Sitzung wohl noch nicht endgültig beendet worden sein und wird sicherlich wieder aufflammen bei den Detailplanungen. Insgesamt trafen die Erläuterungen Freivogels auf höchste Zustimmung und das vorgelegte Konzept wurde einhellig gebilligt.

Architekt Gábor Freivogel erläuterte die weiteren Planungen.
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