Kemnath
03.12.2023 - 13:41 Uhr
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Lichter, Musik und Schlangestehen für Glühwein beim Candlelight-Shopping in Kemnath

"Alle Jahre wieder ...": Da kommt nicht nur das Christuskind, sondern in Kemnath auch das Candlelight-Shopping mit Tausenden Besuchern. Und mit ihm das Kemnather "Christkindl". Dessen Begleiter machte seinem Namen alle Ehre.

Traditionell am Freitag vor dem ersten Advent hatte der Kem-Verband zum vorweihnachtlichen Event in die Altstadt eingeladen. Gefolgt waren dem Ruf Tausende Besucher von nah und fern, die Geschäftsleute, über 70 Fieranten und künstlerisch Darbietende.

Schnee und Regen wechselten sich ab, sodass der Abend auf jeden Fall keine "trockene Angelegenheit" blieb. Auch die kriechende Kälte tat der guten Stimmung keinen Abbruch, die zahlreichen Feuerkörbe, die in der Stadt verteilt waren, sorgten immer wieder für die nötige Wärme. Außerdem gab es Glühwein, Punsch und weitere "wärmende" Getränke, die guten Absatz fanden. Auch im parallel laufenden Wintergarten in der Grünanlage beim Stadtgraben bildete sich vor dem Glühweinausschank eine über 20 Meter lange Schlange.

Frühlingsrollen und Brautkleider

Der Trend, auf Weihnachtsmärkten weniger einzukaufen, sondern einen gemütlichen Abend mit Freunden und kulinarischen Genüssen zu verbringen, machte auch vor dem Candlelight-Shopping nicht Halt. Größere Menschentrauben bildeten sich unter anderem vor einem Stand mit philippinischen Maultaschen, Frühlingsrollen und Reisgerichten. Auch der Backfisch des Haunritzers Wolfgang Veigl war begehrt. Einen ungewöhnlichen Standort hatte der Kemnather Gastronom Michael Schinner: Er hatte seine Theke in einem der Stadtbrunnen aufgebaut Verschiedene Stände mit handwerklich hergestellten Waren für die Adventszeit sowie die geöffneten Geschäfte lockten aber ebenso ihr Publikum an. Ungewöhnlich war eine Hütte, in der Brautkleider ausgestellt waren. Wie auf dem Stadt- und Cammerloherplatz sowie in der Postgasse herrschte auch im Klosterhof permanent dichtes Gedränge. Ursache dafür waren neben Bier Apfelringe mit Zimt und Zucker sowie frittierte Kartoffelspiralen.

Nikolaus kommt mit Kutsche

In der Mitte des Stadtplatzes war heuer erstmals eine Bühne aufgebaut worden: Der Nikolaus machte hier Station mit seiner Pferdekutsche und hatte - neben einem Gedicht und Knecht Ruprecht - für jedes Kind ein Geschenk dabei. Einige Mädchen und Jungen sagten als Dankeschön auf der Bühne ein Gedicht auf oder sangen ein Lied. Die Jugendblaskapelle Kemnath, die Kaibitzer Schlossbläser und der Chor der Realschule Kemnath sorgten für musikalische Klänge, ebenso ein DJ, der in einem Pavillon vor einem Friseursalon Stellung bezogen hatte, und auch vor dem Kulturcafé erklang Live-Musik.

Seinen ersten Auftritt hatte das Christkind Antonia Pinzer. Vor einer großen Traube Kinder und Erwachsene sprach es seinen Prolog. Dabei "störte" ein "Bengelchen", das erstmals mit einem Engel das Christkind begleitete, immer wieder den Vortrag. Vor der Bühne präsentierte das Duo "Lux Aeterna" eine beeindruckende Feuer-Tanz-Performance. Mit einer Zaubershow begeisterte Marius Koslowski im Gesellenhaus.

Einer der Höhepunkte waren wieder die farbenfrohen Illuminationen von Gebäuden in der Innenstadt sowie im Inneren der Pfarrkirche. Das Abschlusskonzert dort gestaltete die A-cappella-Formation "Skyscrapers" aus Marktredwitz. Die überwiegend aus den USA stammenden Weihnachtslieder peppte einen Beatboxer als rhythmischer Begleiter auf.

"Sehr zufrieden" ist Kem-Verband-Vorsitzender Armin Schinner mit der 18. Auflage des Events. "Den Leuten hat es gefallen. Die wollten gar nicht mehr heim" freute er sich auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Auch das Rahmenprogramm habe sehr gut gepasst. Das Candlelight-Shopping sei ein Gemeinschaftswerk unzähliger Kemnather, und "das macht die Veranstaltung so schön". Ein Lob gibt es zudem von der Kemnather Polizei. Obwohl die Veranstaltung gut besucht gewesen sei, sei der Abend ruhig verlaufen. Es sei alles friedlich gewesen, heißt es von der Inspektion.

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