27.10.2020 - 14:42 Uhr
KemnathOberpfalz

Liebe lebenslange Aufgabe

Gemeindereferent Jochen Gößl las in der Kemnather Stadtpfarrkirche von der Kraft der Liebe. Der beste Beweis dafür war dabei direkt vor ihm.

Im Pfarrhofgarten gratulierte Stadtpfarrer Thomas Kraus (hinten rechts) den Ehepaaren zu ihrem Ehejubiläum.
von Josef ZaglmannProfil

"Liebe Ehejubilare, viel wird Ihnen durch den Kopf gegangen sein, als sie diese Einladung erhalten haben", sagte Stadtpfarrer Thomas Kraus bei der Eröffnung des Ehejubiläumsgottesdienstes. Dieser sei ein besonderer Moment, um zurückzuschauen, sich zu freuen und ganz bewusst Dank zu sagen, meinte er. Die Lesung, die Gemeindereferent Jochen Gößl vortrug, sollte allen die Augen öffnen für die unbeschreibliche Kraft der Liebe: "Wenn sie echt ist, erträgt sie alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand und hört niemals auf."

Krisen überwinden

Bei seiner Ansprache stellte der Geistliche die Rose als Symbol für das Eheleben in den Mittelpunkt seiner Überlegungen: "So wie die Rose die Königin der Blumen ist, so ist es auch mit der Liebe" Dazu passte ein Ausspruch des Apostels Paulus: "Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, aber am größten unter ihnen ist die Liebe." Diese Liebe sei nicht nur eine Gabe, sondern auch eine lebenslange Aufgabe. So wie eine Rose Dornen habe, so gebe es auch in der Ehe Schicksalsschläge und Momente, wo kaum mehr etwas weitergeht. Wenn diese Krisen überwunden seien, werde die Liebe noch schöner, wertvoller und reicher.

Rose und Kerze

"Guter Gott, du hast uns zusammengeführt, uns bewahrt in der Treue und in der Liebe zueinander und uns getragen in guten und schweren Tagen", hieß es in dem gemeinsamen Gebet, mit dem die Paare feierlich ihr Eheversprechen erneuerten. Eine der Fürbitten, die Jochen Gößl vortrug, galt ihren Kinder, Enkelkindern und allen Angehörigen. Beim Einzelsegen reichten sich die Paare so wie bei ihrer Brautmesse vor vielen Jahren die Hände.

Der Geistliche legte ihnen die Hände auf und sprach ein Segensgebet. Als Andenken bekam jedes Paar eine Rose und eine Kerze mit der Aufschrift "Zum Ehejubiläum - Pfarrei Kemnath". Beim Verlassen der Kirche überreichten ihnen Mitglieder des Pfarrgemeinderates ein weiteres Präsent.

"The Rose", "Mutig komm ich vor den Thron", "Mutter Maria", "A Whole New World" und andere Lieder sangen Kristina Fröhlich und Stephanie Vetter auf der Empore. Stefanie Wöhrl begleitete sie dabei einfühlsam auf dem E-Piano. Vor, während und nach diesem Dankgottesdienst beachteten alle genau die Hygienevorschriften, die derzeit in der Corona Pandemie gelten. Aufgrund der erneut steigenden Infektionszahlen musste das geplante gemütliche Beisammensein im Foyer der Mehrzweckhalle abgesagt werden.

Hintergrund:

23 Jubelpaare

25 bis 55 Jahre sind die Jubelpaare miteinander verheiratet:

  • 25 Jahre: Petra und Peter Hirschmann, Rita und Markus Heser, Gerlinde und Johann Rodler, Sigrid und Markus Reger-Scharf, Waltraud und Stefan Müller, Sabine und Jürgen Wende, Gabi und Thomas Rauch.
  • 30 Jahre: Christiane und Jürgen Kühnelt, Andrea und Alfred Kick, Helga und Ludwig Frankow, Gabi und Joachim Reindl.
  • 40 Jahre: Regina und Elmar Högl, Christine und Johann Sertl, Rosemarie und Ferdinand Walter, Ilse und Max Leidhardt, Ingrid und Gerhard Meyer.
  • 50 Jahre: Heidi und Gerhard Wöhrl, Gertrud und Wolfgang Reger, Agnes und Manfred Müller, Agnes und Anton Schinner, Maria und Thomas Stypa, Rita und Heinrich Schreglmann.
  • 55 Jahre: Lydia und Hermann Ernst.
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