Jeder Lehrer legte seinen "Lieblings-Workshop" fest. Die Dauer variierte zwischen einer und sechs Unterrichtsstunden. Jeder Schüler durfte für sich entscheiden, welche Interessenschwerpunkte er an diesem Schultag setzt und an welchen Workshops er teilnehmen möchte - so legten die Jugendlichen ihren persönlichen "Lieblings-Stundenplan" fest. Einzige Bedingung: "Es müssen sechs Unterrichtsstunden an diesem Schulvormittag abgedeckt sein", betonte Konrektor Holger König, der die Organisation dieses Projekts übernommen hatte. "Unsere Schüler sollen bei diesen Workshops über den planmäßigen Unterricht hinaus Kernkompetenzen erwerben, die ihnen später im Berufsleben zugutekommen", umschrieb er eines der Hauptziele dieses Projekttages. Ein weiteres Ziel war die Förderung der Eigeninitiative der Schüler.
Die Liste der Workshops war sehr vielfältig und spiegelte die breite Interessenlage der Lehrkräfte wider: Körperliche und geistige Fitness, Bewegungsmeditation, Gesellschaftsspiele wie "Activity" oder Schafkopfen, in Vergessenheit geratene Spiele, Wikingerspiel "Kubb", Nisthilfen für Wildbienen, Schach, Singstar (Karaoke), Häkeln, Basteln, Löten (Digitaler Würfel), Gummibärchen herstellen, Erste Hilfe, Upcycling, Sport, Kunstprojekte. Mit Hilfe der Workshops Instrumentalspiel (Gitarre, Schlagzeug, Blechbläser) und Chor wurde der Versuch unternommen, eine Schulband zu gründen. Sie soll beim Schulfest ihren ersten Auftritt haben. Einige Unterrichtsstunden fanden außerhalb der Schule statt, wie etwa das Reiten in Guttenthau, die Wildkräuterwanderung mit Menüzubereitung, Geocoaching mit Cityhunters und utensilos flechten im Textilmuseum Helmbrechts. Die Foto-AG dokumentierte die vielfältigen Aktionen an diesem Projekttag. "Die intensive Beschäftigung mit wichtigen Themeninhalten soll in Zukunft an der Realschule weitergeführt werden", versicherte Holger König.
















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