26.01.2019 - 10:44 Uhr
KemnathOberpfalz

Lkw brennt in Garage

Der Brand eines Lkw-Gespannes in der Halle eines Speditionsbetriebes im Kemnather Gewerbegebiet verursacht einen hohen Sachschaden. Rund 140 Rettungskräfte sind stundenlang im Einsatz.

In einer Halle in Kemnath war ein Lkw in Brand geraten.
von Michael DenzProfil

Ein Verkehrsteilnehmer bemerkte am Samstag, gegen 6 Uhr morgens, eine starke Rauchentwicklung aus der Firmenhalle. Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute quoll dichter Brandrauch aus dem Gebäudekomplex einer Speditionshalle im Kemnather Industriegebiet. An der Einsatzstelle waren 135 Einsatzkräfte vom BRK und den Feuerwehren aus Kemnath, den umliegenden Gemeinden sowie einer ortsansässigen Werksfeuerwehr.

Umgehend leiteten die eintreffenden Einsatzkräfte aus Kemnath die Brandbekämpfung ein. Gleich zu Beginn wurden zwei Atemschutztrupps mit zwei Rohren eingesetzt. Dichter Rauch und extreme Hitze erschwerten die Erstmaßnahmen. „Da Anfangs unklar war, welche Gefahrstoffe in der Halle gelagert oder auf den Lkw´s geladen sind, gingen die eingesetzten Atemschutztrupps unter größter Vorsicht und in Deckung vor“, berichtete Kommandant Peter Denz.

Weitere Atemschutztrupps der Wehren Kastl, Kemnath, Neustadt am Kulm und der Siemens Werkfeuerwehr wurden zur direkten Brandbekämpfung eingesetzt. Um die Gefahrenquellen zu minimieren wurde der Hauptgashahn abgesperrt und das Gebäude durch den Notdienst eines Energieversorgers vom Stromnetz getrennt. Zur Brandbekämpfung wurden Schaumlöschmittel eingesetzt.

Im weiteren Verlauf konnten nach mehrmaliger Kontrolle zwei Acetylengasflaschen und mehrere Behältnisse brennbarer Flüssigkeiten aus dem Gefahrenbereich geborgen werden. Die Wehren Löschwitz, Kötzersdorf und Kemnath bauten mit dem Schlauchwagen eine unabhängige Löschwasserversorgung mit Wasserentnahme aus dem knapp 400 Meter entfernten Fallbach unter der Abschnittsleitung von Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther auf. Die Wehren aus Kulmain, Höflas und Fortschau-Kuchenreuth unterstützten den Einsatzablauf mit Personal und Material und kümmerten sich um die Verkehrsabsicherung und Teilsperrung der anliegenden Straßen, sowie dem Aufbau einer Wasserversorgung aus dem Leitungsnetz.

Die Leitung des Einsatzes oblag dem Kemnather Kommandanten Peter Denz, welcher von Zugführer Roman Schäffler als Führungsassistenten, weiteren Gruppenführern, sowie KBI Otto Braunreuther und die Kreisbrandmeister Florian Braunreuther und Peter Prechtl in mehreren Einsatzabschnitten unterstützt wurde. „Die Kräfte aus Neustadt am Kulm übernahmen hierbei die Kommunikationsarbeit in der Struktur einer Einsatzleitung mit dem Mehrzweckfahrzeug.“ Aufgrund der winterlichen Verhältnisse und einer geschlossenen Schneedecke wurde der Winterdienst des städtischen Bauhofes hinzugezogen. Keiner der in der Halle abgestellten Lkw´s hatte gefährliche Stoffe geladen. Gefahrenquellen waren große Kraftstofftanks und eine geöffnete Montagegrube. Nach rund zweieinhalb Stunden konnten die ersten Rettungskräfte abrücken. Bis über die Mittagszeit hinaus waren die örtlichen Feuerwehrleute mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Bürgermeister Werner Nickl machte sich in den Vormittagsstunden ein Bild von der Lage an der Brandstelle und informierte sich bei der Feuerwehrführung und den Beteiligten über den Ablauf.

„Nach ersten Erkenntnissen war der Brand an einem abgestellten Lkw-Gespann aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochen. Neben dem Lkw wurden auch Teile der Halle und eines Bürotrakts, sowie mehrere nebenstehende Lkws beschädigt“, heißt es im Polizeibericht. Mehrere Polizisten waren zur Sicherung der Spuren an der Brandstelle. Die Polizeiinspektion Kemnath nahm die Ermittlungen auf, um die Brandursache zu klären. Der Sachschaden beläuft sich laut einer ersten Schätzung auf über 250 000 Euro. Zudem wurde das Ladegut des Lkw, sowie zusätzlich in der Halle gelagerte Gegenstände erheblich beschädigt. Ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde die Ausstattung einer in der Halle untergebrachten KFZ-Prüfstelle. Jedoch konnte Kreisbrandrat Andreas Wührl aus Wiesau beruhigen: Es bestand durch den Brand für die Bevölkerung keine Gefahr“.

Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt, der Sanitätseinsatzleitung und einem Einsatzleiter angerückt. Diese mussten jedoch vor Ort nicht direkt eingreifen.

Bereits beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute kommt dichter Rauch aus einer Firmenhalle in Kemnath.
Bis in die Mittagsstunden sind die Kräfte der Feuerwehr Kemnath mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.