"In Deutschland passieren jährlich 800 000 Fahrradunfälle, 450 davon enden tödlich", teilte Polizeihauptmeister Carsten Landgraf beim Verkehrsunterricht in den sechs sechsten Klassen der Kemnather Realschule mit. Rund 37 Prozent der verletzten Radfahrer erlitten Kopfverletzungen. Mehr als 80 Prozent der schweren Hirnverletzungen ließen sich durch das Tragen eines Helms vermeiden.
Der Helm vermeidet zwar keine Unfälle, mildere aber deren Folgen. Das Tragen sei zwar keine Pflicht, aber sehr zu empfehlen, meinte Landgraf. "Der Helm ist nicht uncool, sondern ein Lebensretter."
Schon für wenig Geld sind bequeme, leistungsfähige Helme erhältlich. Sie müssten genau passen, um optimal zu schützen. Gute Fahrradhelme verfügten über eine dünne, aber möglichst harte und glatte Kunststoff-Außenschale. Darunter befinde sich die dämpfende Schaumschale, die einen Stoß großflächig auffange.
"Der beste Beweis für die schützende Wirkung eines Fahrradhelms ist der sogenannte Melonentest", kündigte Landgraf an. Dabei schnallte er einer Wassermelone einen ein Helm um und ließ sie aus etwa einem Meter Höhe fallen. Den Versuch wiederholte der Polizist ohne Fahrradhelm, wobei die Melone zerplatzte. Nach dieser eindrucksvollen Präsentation teilte der Beamte die Früchte in mehrere kleine Teile auf und verteilte diese zum Essen.













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