16.12.2018 - 12:37 Uhr
KemnathOberpfalz

Nicht nur im Unterrichtt fleißig

"Für uns findet die weihnachtliche Bescherung schon heute statt", freut sich German Helgert. Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus ehrt die Kemnather Realschule im Wettbewerb um außerunterrichtliche Aktivitäten.

Realschuldirektor German Helgert (rechts), Konrektor Holger König (links), Konrektorin Sandra Hering (Sechste von rechts), Bürgermeister Werner Nickl (Vierter von rechts) und die Schülersprecher Henry Wegmann, Isabell Frazier und Joshua Riedl freuen sich über die Ehrung für außerunterrichtliche Aktivitäten, die Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger (Zweite von rechts) vornimmt. Auch die beiden Zukunfts-Coaches Wolfgang Büttner und Wolfgang Prebeck (Zweiter und Dritter von links) gratulieren zu der Auszeichnung.
von Josef ZaglmannProfil

"Eigentlich hätte diese Ehrung für außerschulische Aktivitäten vor zwei Wochen stattfinden sollen", gab Schulleiter German Helgert bei der Begrüßung in der Turnhalle bekannt, "aber leider hat uns das Blitzeis einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht und wir mussten eine Termin- und Ortsänderung vornehmen."

Sein besonderer Gruß galt Ministerialbeauftragter Maria Kinzinger. Ihr, Bürgermeister Werner Nickl und dem Sachaufwandsträger, dem Landkreis Tirschenreuth, dankte er für ihren Einsatz bei der Entscheidung zum Neubau der Realschule.

Lern- und Lebensraum

"Es ist mir eine große Freude, die Realschule am Tor zur Oberpfalz im Rahmen des Wettbewerbs 'Aktivitäten über den Unterricht hinaus' zum ersten Platz innerhalb des Regierungsbezirks Oberpfalz beglückwünschen zu können", begann Maria Kinzinger. Der erste Platz wurde mit den vielseitigen Aktivitäten erreicht, die unter dem Rahmenthema "Kooperation von Elternhaus, Schule, Wirtschaft und Gesellschaft" mit hoher Wirksamkeit ausgeführt wurden sowie die vielfältigen Aktion zur Förderung persönlicher Kompetenzen.

Gewürdigt wurde dies mit einer Urkunde des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und mit einem Geldbetrag von 450 Euro. "Die Realschule Kemnath zeigt, dass eine gute Schule mehr tun kann als nur Wissen zu vermitteln", lobte die Ministerialbeauftragte, "sie fördert sehr erfolgreich Werthaltungen, Talente und Begabungen der Schüler." Damit wird die Schule zum Lern- und Lebensraum. Beispielhaft werden an dieser Schule soziale, politische, naturwissenschaftliche und gesundheitsfördernde Kompetenzen und Werthaltungen zielgerichtet und nachhaltig gefördert.

Mit dem schulinternen Wettbewerb "Plakate für ein faires Miteinander" wurde die Realschule zu einem Handlungsfeld gelebter Demokratie, in dem die Würde des jeweils anderen großgeschrieben, Toleranz gegenüber anderen Meinungen und Menschen geübt und für Zivilcourage eingetreten wird.

Bei der Philipp-Lahm-Tour wurden wichtige Handlungskompetenzen aus den Themenfeldern Bewegung, Ernährung und Persönlichkeitsentwicklung vermittelt.

Das Azubi-Edeka Projekt ist für die beteiligten Schüler ein ideales Übungsfeld für Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Kreativität. Als Fairtrade-Schule setzt die Realschule Kemnath ein wichtiges Zeichen für Solidarität und leistet einen engagierten Beitrag für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzenten in den Entwicklungsländern.

Mit dem Projekttag "Gesundheit" mit 156 Workshops und dem "Smoothy-Day" leistete die Schule einen sehr wichtigen Beitrag für ein gesundes Leben.

Die überaus erfolgreiche Förderung von MINT-Qualifikationen ist ein besonderes Markenzeichen der Schule. Die Prämierung mit dem anspruchsvollen MINT-Award für Schüler, die sich mit großem Engagement und in vielfältiger Weise einem MINT-Thema widmeten, zeugt von dem hohen Niveau der schulischen Arbeit in diesem Bereich.

Die drei Schülersprecher Isabelle Frazier, Joshua Riedl und Henry Wegmann lasen die ausführliche Laudatio mit der Entscheidung der Jury für den ersten Platz vor. "Mein Glückwunsch gilt der gesamten Schulgemeinschaft und dem hier vorhandenen herausragenden Engagement und außergewöhnlichem Ideenreichtum und dem pädagogischen Geist, der an dieser Schule herrscht", schloss die Ministerialbeauftragte.

"Mächtig stolz"

"Wir sind mächtig stolz auf euch", rief Bürgermeister Werner Nickl den Schülern und Lehrern zu, "was hier gelebt wird, ist wirklich begeisternd." Von Landrat Lippert, der verhindert war, überreichte er eine Geldspende in Höhe von 200 Euro.Wolfgang Prebeck und Andreas Büttner, die beiden Zukunfts-Coaches in der Bildungsregion Tirschenreuth, überreichten dem Schulleiter einen Gutschein im Wert von 1500 Euro für die Teilnahme am Projekt "MINT Goes Techmania". Darin enthalten sind eine Sprachanimation für die tschechische Sprache in Kemnath, der Besuch der Partnerschule in Tschechien und ein gemeinsamer Besuch im Wissenschaftszentrum Techmania in Pilsen. Das Bläserensemble ("Christmas Spirit", "Ob-La-Di-Ob-La-Da") und die Klassen 6a/c (Trampolinspringen) hatten die Umrahmung des Festaktes übernommen.

Projekt Zukunfts-Coach:

Seit 2012 gibt es im Landkreis Tirschenreuth das „Projekt Zukunfts-Coach“. Damals wurden in mehreren Landkreisen der Metropolregion Nürnberg diese Coach-Stellen eingerichtet, um Jugendliche am Übergang von der Schule ins Berufsleben zu unterstützen – und gleichzeitig dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Gefördert wird das Projekt mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Eine Besonderheit im Landkreis Tirschenreuth ist die personelle Besetzung. Die Vollzeitstelle teilen sich zwei Lehrkräfte aus dem Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Wiesau, die für die Projektdauer von drei Jahren nun diese Aufgabe wahrnehmen. Die Projektleiter sind Studienrat Andreas Büttner und Oberstudienrat Wolfgang Prebeck. Die Projektstellen sind dabei am Regionalmanagement des Landratsamts angesiedelt.

Die drei Schülersprecher Joshua Riedl, Henry Wegmann und Isabelle Frazier (von rechts) lesen die Laudatio zur Ehrung der außerunterrichtlichen Aktivitäten ihrer Schule vor.
Volles Haus beim Festakt.
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