Kemnath
09.08.2026 - 14:28 Uhr
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Ovigo-Theater löst in Kemnath "Unstillbare Gier" nach Musicals aus

Franziska von Hülst und Andreas Lehmann überraschten in Kemnath bei einer Veranstaltung des Ovigo-Theaters mit vielen unbekannten Musical-Liedern. Und die Begeisterung der Zuhörer machte deutlich: Es müssen nicht immer die Klassiker sein.

Musicals liegen bekanntermaßen seit Jahrzehnten im Trend, vor allem die Gassenhauer von „Phantom der Oper“ über „Jesus Christ Superstar“ bis hin zu „König der Löwen“ und „Elisabeth“ kennt jeder. Franziska von Hülst und Andreas Lehmann sorgten am Samstagabend in Kemnath dafür, dass sich das Spektrum der bekannten Musicals bei vielen Zuhörern sicherlich weitete. Neben einigen bekannten Melodien hatten sie nämlich vor allem Lieder abseits der großen Produktionen im Gepäck. Überschrieben war die die Veranstaltung des Ovigo-Theaters mit „Unstillbare Gier … nach Musical“.

Perfekte Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen für das Open Air waren ideal, das Wetter passte perfekt und auch die Location – die gepflasterte Hoffläche beim Bürgerhaus Lenzbräu – bewies ihre Qualitäten als Veranstaltungsort für Kleinkunst. Ausgewählt hatten die Sängerin aus Maxhütte-Haidhof und der singende Pianist aus Oberviechtach knapp 20 Stücke, die sie jeweils solo oder im Duett präsentierten. Ergänzt wurden die musikalischen Darbietungen von Geschichten zu den einzelnen Musicals oder auch zum persönlichen Zugang der beiden Künstler zu den verschiedenen Werken.

Eröffnet wurde der Abend mit dem titelgebenden Song „Unstillbare Gier“ aus dem Erfolgsmusical „Tanz der Vampire“: Während Lehmann am Klavier begann, schritt von Hülst die lange Treppe ins Auditorium hinab und stimmte in das Lied ein. Der erste große Applaus war den Künstlern bereits hier sicher. Weiter ging es mit drei Stücken aus dem – wie sie bekannte – Lieblingsmusical der Sängerin – nämlich „Die Päpstin“. Viel Applaus gab es hier beispielsweise für die „Die Cäsarin von Rom“, in der Franziska von Hülst ihre gesamten stimmlichen Qualitäten einsetzen konnte.

Arie aus "Phantom der Oper"

Großer Zuspruch war auch Andreas Lehmann sicher, als er die bekannte Arie „Musik der Nacht“ aus dem „Phantom der Oper“ anstimmte. Für viele Zuhörer eher unbekannt dürften die Lieder aus „Rebecca“, „Anastasia“ und „Mozart“ gewesen sein. So manches Pausengespräch machte aber deutlich, dass dies auf großes Wohlwollen stieß und man dadurch die Chance bekam, auch unbekannte Werke kennenzulernen – und dabei festzustellen, dass diese auch sehr hörenswert sind.

Im zweiten Teil des Abends bekamen die Zuhörer Melodien und Lieder unter anderem aus den Musicals „Ghost“, „Rudolf“, „Les Miserables“ und „Eiskönigin“ serviert. Am Ende des Programms stand wieder ein bekannter Song – erneut aus dem Musical „Tanz der Vampire“ und einer der Musical-Klassiker schlechthin, „Totale Finsternis“. Ohne Zugabe durften die beiden Künstler natürlich nicht die Bühne verlassen: Sie verabschiedeten sich mit „Gefährliches Spiel“ aus „Jekyll & Hyde“ sowie „Wenn ich tanzen will“ aus „Elisabeth“.

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