06.02.2019 - 13:22 Uhr
KemnathOberpfalz

"Passwörter wie Unterhosen"

Medien-Coach Philipp Steuber gibt Kemnather Realschülern Tipps zu Sicherheit im Internet.

Mit seinen Tipps zur IT-Sicherheit kam Philipp Steuber bei den Mittelschülern gut an.
von Josef ZaglmannProfil

"Passwörter sind wie Unterhosen", sagte Philipp Steuber. "Regelmäßig wechseln, nicht mit anderen teilen, nicht verleihen, je länger desto besser und nicht herumliegen lassen." Passwörter sollten sicher und einfach zu merken sein. Sie sollten auf keinen Fall aufgeschrieben werden. Je länger, desto besser. Denn bei einem Passwort-Satz sei die Sicherheit größer als bei einem -wort.

Der selbstständige Medien-Coach aus Gefrees studierte nach dem Abitur in Münchberg an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hof Wirtschaftsinformatik. In jeder der neunten Klassen der Kemnather Mittelschule behandelte er das Thema "Internetsicherheit". Mit Sozialpädagogen und Lehrern hat er Unterrichtskonzepte zu den Themen "Cyber-Mobbing", "Smartphone", "IT-Sicherheit" und "Soziale Medien" für alle Schularten ab der fünften Klasse entwickelt. Durch die altersgerechte und lebensnahe Aufbereitung der Themen kommen diese Unterrichtskonzepte bei den Schülern gut an. In einer Unterrichtseinheit lernen und erfahren sie Aspekte zum Umgang mit Messengern und miteinander im Klassen-Chat sowie "Cyber-Mobbing". "Der richtige Umgang von Schülern mit dem Internet liegt mir sehr am Herzen."

"Welche Streaming-Portale (Sky, Youtube, Juke, Spotify, Watchbox, Netflix, Deezer) sind illegal, welche legal?", lautete eine wichtige Frage. Eindringlich warnte der Experte vor illegalem Download. "Abmahnungen und Geldstrafen bei illegaler Nutzung gehen an die Eltern, denn sie haften für ihre Kinder." Weiter sagte der Medien-Coach: "Als Nutzer müsst ihr darauf achten, ob eine Seite einen dubiosen oder illegalen Eindruck macht."

Apps, die außerhalb des Play-Stores installiert werden, können modifiziert sein und großen Schaden anrichten. "Keine unsicheren Apps aus unbekannten Quellen auf dem Smartphone installieren", warnte der Experte, "aufmerksam lesen und nicht blind wegdrücken."

"Hast du noch die Kontrolle?" war die Überschrift auf einem Arbeitsblatt, das Steuber den Mittelschülern vorlegte. Die sollten sich nämlich bewusst werden, wie oft sie ihr Smartphone benutzen. Von zehn Auswahlantworten konnten sie mehrere ankreuzen. "Ich schaue morgens nach dem Aufwachen direkt auf mein Smartphone", "Im Unterricht schaue ich immer wieder auf mein Smartphone", "Beim Lernen fällt es mir schwer, mich zu konzentrieren, weil mein Smartphone mich ständig ablenkt", "Wenn ich mich mit meinen Freunden treffe, schauen manchmal alle nur auf ihr Smartphone, statt miteinander zu reden" und "Abends vor dem Schlafengehen beschäftige ich mich mit meinem Smartphone" waren einige der Auswahlantworten, die angekreuzt wurden. Um seinen Ausführungen mehr Nachdruck zu verleihen, machte Steuber einige Live-Experimente mit Smartphones.

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