Sowohl Werner Nickl als auch Wolfgang Lippert stellen sich im kommenden Jahr nicht nur Wiederwahl. Umso genauer, exakter und zuverlässiger galt es, ein Urteil darüber abzugeben, ob man den Gerstensaft auch den Wiesenfestbesuchern anbieten kann und darf.
Nun, das Urteil fiel - nicht ganz überraschend - sehr positiv aus. Dabei halfen auch zahlreiche weitere "Bierexperten" wie die Mitglieder des Kemnather Stadtrates, Festwirt Armin Schinner sowie Gastronom Bruno Busch. "Am Bewährten halten wir fest", betonte Braumeister Johannes Ponnath. An der Rezeptur des Vorjahres sei nichts verändert worden: 13 Prozent Stammwürze und 5,5 Prozent Alkoholgehalt sind es wieder in diesem Jahr. Ausgehen wird der Gerstensaft nicht, ab dem Tag nach Ende des Wiesenfestes gibt es das Gebräu auch in der Flaschenabfüllung.
Bürgermeister Nickl und Landrat Lippert hoben die besondere Bedeutung des Wiesenfestes für die Region hervor. "Das ist das Fest, an dem sich viele Familien treffen", sagte der Landkreischef. Erfreulich sei auch, dass sich die Tradition nicht vor der Innovation verschließe, so dass eine gelungene Kombination entstehe. Das Bier jedes Jahr zu testen, sei eine "verantwortungsvolle Aufgabe zum Wohl der Bevölkerung", scherzte der Landrat. Nickl erklärte, dass Armin Schinner in über drei Jahrzehnten als Festwirt viel bewirkt habe. Das Wiesenfest sei eine feste Konstante, die in die ganze Region hinaus strahle.
Das Programm für das 70. Wiesenfest präsentierte Festwirt Schinner. Los geht es am Mittwoch, 14. August, um 19 Uhr am Stadtplatz traditionell mit den Kemnather Bollerschützen sowie einem Standkonzert der Stadtkapelle Kemnath. Anschließend marschiert der Zug, begleitet von der Kemnather Stadtwache, in Richtung Festplatz. Im Zelt wird das erste Bierfass angezapft. Für Musik sorgt den dann die Stadtkapelle. Neben allerlei Speisen und Getränken sowie Schaustellern wird an allen Tagen für verschiedene musikalische Darbietungen gesorgt - von "Igor und seine Oberkrainer" am Donnerstagabend (Maria Himmelfahrt) über die Partyband "Blechhulza" am Freitagabend und die Wiederkehr der "Stadelhofner Musikanten" featuring Sepp Teufel am Samstagabend hin zu den "Original Fichtelgebirgsmusikanten" am Sonntagabend und der "Pirker Blechmusi" am Schlussabend.
Bei den Schaustellern können sich die Besucher auf Neues und Bekanntes freuen - von "Break Dance " über "Hawaii Swing" und "Magic Jumper" bis hin zur "Bayernwippe" und zum Autoscooter. Zu politischen Kundgebungen werden erwartet: am Donnerstag um 10 Uhr Tobias Gotthart (FW), Vorsitzender des Europa-Ausschusses im Bayerischen Landtag, am Samstag um 18 Uhr der Staatsminister der Finanzen Albert Füracker (CSU) und am Sonntag um 15 Uhr der Grünen-Bundestagsfraktionschef Toni Hofreiter.
Fest merken sollten sich die Familien den Montag, ab 13 Uhr startet nämlich der Kindernachmittag mit ermäßigten Preisen. Zum zweiten Mal gibt es in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Tirschenreuth einen Seniorennachmittag am Montag von 14 bis 16 Uhr mit spannenden Informationsständen rund ums Alter sowie gemütlichem Beisammensein mit Kaffee und Kuchen direkt im Zelt.
Zu Ende geht die "Kemnather Wiesn" traditionell mit einem Brillant-Feuerwerk am 19. August. Für ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken sorgen Armin Schinner, die Klosterbrauerei Kemnath und das Landgasthaus Busch. Nicht fehlen dürfen weitere kulinarische Angebote wie Fischspezialitäten. Auch das "Wies'n"-Schießen der Kastler Schützen ist wieder dabei.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.