Kemnath
18.11.2022 - 15:09 Uhr
OnetzPlus

Pyramide ziert statt Christbaum den Kemnather Stadtplatz

Die Stadt Kemnath wird in diesem Jahr keinen Christbaum aufstellen. Leer bleibt der Stadtplatz deshalb nicht. Eine Pyramide aus Holz nimmt den Platz der obligatorischen Tanne ein. Grund für diese Entscheidung ist nicht die Energiekrise.

"Was ist denn das?" Diese Frage werden sich wohl viele Passanten gestellt haben, als sie die große Weihnachtspyramide auf dem Kemnather Stadtplatz entdeckt haben. Die hölzerne, gut fünf Meter hohe Pyramide steht exakt an der Stelle, an welcher seit Jahrzehnten ein Christbaum für weihnachtliche Stimmung sorgt. Diese Aufgabe übernimmt in diesem Jahr die Weihnachtspyramide.

"Wir werden heuer keinen Baum auf dem Stadtplatz aufstellen", sagt Bürgermeister Roman Schäffler im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. Wird das in Zukunft immer so sein? "Das ist keine endgültige Entscheidung", stellt Schäffler klar. "Wir probieren heuer einfach etwas Neues aus und entscheiden im kommenden Jahr darüber."

Grund für die alternative Dekoration sei nicht die Energiekrise. Stadtgraben, Stadt- und Rathausplatz sowie der Kreisverkehr werden wie in den vergangenen Jahren dekoriert und beleuchtet. Um Energie zu sparen, hat die Stadt Kemnath bereits im vergangenen Jahr auf Lichterketten mit sparsamen LEDs umgestellt. "Um Strom zu sparen, werden wir die Dekoration im neuen Jahr drei bis vier Wochen früher als üblich abbauen", gibt Schäffler einen Ausblick. Energie spare die Stadt bereits jetzt dadurch ein, dass sie auf die Beleuchtung des Kirchturmes verzichte.

Pyramide aus Wildenreuth

Warum es in diesem Jahr keinen Christbaum gibt, hänge indirekt mit dem Weihnachtsmarkt im Schloss Wildenreuth zusammen. "Die Pyramide habe ich zum ersten Mal beim Wildenreuther Wintermärchen gesehen", sagt Romina Passon-Pühl, die im Stadtmarketing arbeitet. Dort stand die Pyramide beleuchtet und dekoriert auf dem Schlosshof. 2019 fand das letzte Wildenreuther Wintermärchen statt. Inzwischen steht fest: Neu aufgelegt wird der Markt auch nach der Corona-Pandemie nicht mehr. Buden und sämtliche Dekorationsgegenstände wurden deshalb in diesem Jahr zum Verkauf angeboten.

Die Pyramide wäre doch ein toller Hingucker für unser Candlelight-Shopping und unseren Wintergarten, dachte sich Passon-Pühl und fragte bei der Familie von Podewils nach. Es folgte ein Besuch in Wildenreuth. Neben der großen Pyramide wurden auch zwei kleinere angeboten. Zurück in Kemnath traf sich Passon-Pühl mit Bürgermeister Roman Schäffler und den Mitgliedern des KEM-Verbands. "Die Idee, die Pyramiden für unsere Weihnachtsveranstaltungen herzunehmen, fanden alle Beteiligten gut", sagt sie. Gesagt getan: Drei Pyramiden, mehrere Stehtische, Glühweintöpfe und ein Brennholzlager fanden ihren Weg nach Kemnath. "Das Wildenreuther Wintermärchen lebt in Kemnath neu auf", sagt Passon-Pühl.

Eine besondere Verwandlung

Ihren ersten Auftritt werden die beiden kleinen Pyramiden beim Kemnather Wintergarten haben, der am Donnerstag, 24. November, auf dem Gelände zwischen der Sparkasse und dem Gesellenhaus eröffnet wird. "Die große Pyramide war für die Grünanlage einfach zu mächtig. Der Stadtplatz ist für sie genau richtig", meint Schäffler. Mit dem Aufstellen der Pyramide ist es aber noch nicht getan. "In den kommenden Tagen werden wir noch fleißig dekorieren", erklärt Passon-Pühl. Frisches Tannengrün, LED-Lichterketten sowie Kugeln und Sterne dürfen nicht fehlen. Passon-Pühl verrät, dass sich die Pyramide beim Candlelight-Shopping am Samstag, 2. Dezember, in eine Bühne verwandeln wird. Verschiedene Chöre und Ensembles werden in ihr singen.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.